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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die alten IT Zeiten



Thorvard
12.11.2005, 21:52:49
Eine Arbeitsstunde eines Programmierers kostet sagen wir mal 100 Euro. Für deine 30 Euro kann man also ca 20 Minuten Programmierarbeit bezahlen.

Also die Goldgräberzeiten das eine Arbeitsstunde eines Programmieres 100€ gekostet hat sind schon lange vorbei! Ich hab schon 6502 Assembler gecoded bevors den C64 (das sagt den meisten vermutlich nix :rolleyes: ) gab, wenn Du mich schneidest blute ich Polygone... die letzen male wo ich bei nem Bewerbungsgespräch 20€ Stundenlohn angesprochen habe, wurde ich ausgelacht. :mad:

Irgendwo 20€ abwärts mit Lohnnebenkosten ist heutzutage in der Branche realistisch.

borg
12.11.2005, 22:59:20
Irgendwo 20€ abwärts mit Lohnnebenkosten ist heutzutage in der Branche realistisch.

Dazu kommen noch Raummiete, Heizung, Reinigung der Büroräume und Toiletten, Equipment etc. Glaube nicht, das die Programmierer alle Homeoffice machen.



Ich hab schon 6502 Assembler gecoded bevors den C64 (das sagt den meisten vermutlich nix

Dann kennste garantiert auch den den PET. Mit dem habe ich angefangen. Schwelg...

johnny
12.11.2005, 23:11:18
Dann kennste garantiert auch den den PET. Mit dem habe ich angefangen. Schwelg...CP/M. Das waren Zeiten ...

Ciao
Johnny

P.S. Einstiegsdroge: Apple II
P.P.S. Apple gibt's wenigstens noch, im Gegensatz zu Commodore, Schneider, ATARI und wer noch so alles zu Grabe getragen wurde.
P.P.S. 5% Marktanteil sind allerdings auch nicht so der Bringer ...

Thorvard
13.11.2005, 02:28:38
Dazu kommen noch Raummiete, Heizung, Reinigung der Büroräume und Toiletten, Equipment etc. Glaube nicht, das die Programmierer alle Homeoffice machen.

Ich bezog mich auf Sozialabgaben, Raummiete etc meinte ich nicht, da ist man aber trotzdem immernoch tief unter den 100€. Im Zweifelsfalle wandert eh die ganze IT nach Indien. War ne Zeitlang in der Expressfracht branche tätig, UPS z.B. macht die weltweite Dateneingabe in Indien, die hauen einfach den Frachtbrief durch nen Scanner und in Indien wirds abgetippt. Das Rechenzentrum von DHL was einst in London stand, steht seit ca 2 Jahren in Prag.



Dann kennste garantiert auch den den PET. Mit dem habe ich angefangen. Schwelg...
Klar, die fiese Klappertastatur vergisst man nicht. Hab inner Schule mit PET und Apple I rumgemacht, zuhause hatte ich nen VC-20, da gabs noch Schachprogramme die nur 3,5kb groß waren :)

PS: Für die Leute denen VC-20 und C64 nix sagen, das waren die angesagten Computer vorm Amiga, das etwa zu der Zeit als Bill Gates sagte das 640kb Hauptspeicher für jede Anwendung reichen... nun ist 512MB das absolute Minimum um flüssig zu arbeiten (und zu zocken)...

borg
13.11.2005, 05:59:11
PS: Für die Leute denen VC-20 und C64 nix sagen, das waren die angesagten Computer vorm Amiga, das etwa zu der Zeit als Bill Gates sagte das 640kb Hauptspeicher für jede Anwendung reichen... nun ist 512MB das absolute Minimum um flüssig zu arbeiten (und zu zocken)...

Und deren Vorgänger aus dem selben Hause war u.a. der PET.

Leberwurst
13.11.2005, 06:46:40
Also jetzt wird's wirklich Zeit für die Plauderecke! Also ich stamme auch noch aus der IT Generation, die 8080 Hexcodes in einen Einplatinencomputer getippt hat, nach der Schule seine ersten BASIC Versuche auf einem Atari 400 (nur in einem Radio(!)Geschäft) machte. Ich hatte dann das Glück, dass mein Vater sich einen Osborne 1 kaufte, der kam tatsächlich per Bahnfracht aus Aachen (Vobis!). Wenn hier jemand den Osborne 1 kennt, hier schreien...

Also bevor dass hier alles zu OT wird...mache ich einen neuen Thread auf. Nicht dass ihr euch wundert, das war mal ein Thread zum Thema "schlechter Support von pvrpilot", aber ich finde es lohnt sich auch über alte Zeiten zu plaudern :cool:

karlo.h
13.11.2005, 07:11:16
Hmmm, mein Vater schleppte als erstes ein ColorGenie an, so ähnlich wie der C64, aber mit einer Z80. Hatte dazu ein Basic und einen Assembler und dann habe ich mir irgendwann Turbo-Pascal 1.0 gegönnt. Da passte der Editor, der Compiler, der Sourcecode und das übersetzte Programm in die 32kB Hauptspeicher, so dass man nicht immer auf die Kassette speichern musste.

Heute würde in 32kB nicht mal mehr das Installationsprogram starten :D

Z80-Assembler finde ich immer noch wunderbar, kein Vergleich zu dem popeligen 6502 mit seinen komischen XY-registern, oder so (Flamewar eröffnet :p )

borg
13.11.2005, 09:48:50
Also jetzt wird's wirklich Zeit für die Plauderecke! Also ich stamme auch noch aus der IT Generation, die 8080 Hexcodes in einen Einplatinencomputer getippt hat, nach der Schule seine ersten BASIC Versuche auf einem Atari 400 (nur in einem Radio(!)Geschäft) machte. Ich hatte dann das Glück, dass mein Vater sich einen Osborne 1 kaufte, der kam tatsächlich per Bahnfracht aus Aachen (Vobis!). Wenn hier jemand den Osborne 1 kennt, hier schreien...

Also bevor dass hier alles zu OT wird...mache ich einen neuen Thread auf. Nicht dass ihr euch wundert, das war mal ein Thread zum Thema "schlechter Support von pvrpilot", aber ich finde es lohnt sich auch über alte Zeiten zu plaudern :cool:

Osborne 1 ? Den hatte ich immer sehnsüchtig in der Chip angehimmelt.
Tragbar, alles drinn und drann. CP/M.

bebibaer
13.11.2005, 10:06:39
Z80-Assembler finde ich immer noch wunderbar, kein Vergleich zu dem popeligen 6502 mit seinen komischen XY-registern, oder so (Flamewar eröffnet :p )
Der 6502 hatte doch nur ein paar Register, die alle nur 8bittig zu gebrauchen waren. Der Stack war daher auf 256 Bytes begrenzt und auf den Speicherbereich 0100-01FF festgelegt. Außerdem musste er immer noch einen Gedenktakt zum Erhöhen des höherwertigen Bytes des PC eingelegen, wenn ein Befehl eine Pagegrenze kreuzte.

Z80 war dagegen Weltklasse: Registerpaare/Indexregister, mit denen der komplette Adressraum angesprochen wurde. Wenn man ihn mit seinem binärkompatiblen Vorgänger 8080 vergleicht, dann kann man von einem 80386 gegenüber einem 8086 sprechen. Hach, *träum*

Kleiner Dump für CP/M-Kenner
0100 11 08 01 0E 09 C3 05 00 68 65 6C 6C 6F 24

LyonelF
13.11.2005, 10:08:25
Dann oute ich mich auch mal:
http://www.homecomputermuseum.de/comp/124_de.htm
so sah mein erster aus...
ich habe damals bei IBM mein Praktikum gemacht als mit dem CharlieChaplin Double der PC eingeführt wurde und kann mich gut erinnern, wie dort über das Ding gelacht wurde.
Für Computer in der Wirtschaft wurden Wände aufgemacht um die Geräte in die Gebäude zu kriegen,
Für Statistik-Berechnungen wurden Lochkarten gestapelt, als Studenten konnten wir nach drei Karten gucken ob der Job erledigt war, und ím Normalfall erst einmal einzeln Karten nachbearbeiten und wieder drei Tage...

Im Ernst, ich traure dem nicht nach wenn ich jetzt in der Wohnung den Laptop benutze...

Kein bischen Wehmut, und Hoffnung, dass die Kinderschuhe unserer Box auch bald zu klein sind. :o
Holger

etienne
13.11.2005, 10:20:46
Bei mir war's ein TI-99/4A von Texas Instruments, echte 16 Bit, damals eine Revolution am Heimcomputermarkt, seufz...

1701D
13.11.2005, 10:25:39
Der 6502 hatte doch nur ein paar Register, die alle nur 8bittig zu gebrauchen waren. Der Stack war daher auf 256 Bytes begrenzt und auf den Speicherbereich 0100-01FF festgelegt. Außerdem musste er immer noch einen Gedenktakt zum Erhöhen des höherwertigen Bytes des PC eingelegen, wenn ein Befehl eine Pagegrenze kreuzte.

Z80 war dagegen Weltklasse: Registerpaare/Indexregister, mit denen der komplette Adressraum angesprochen wurde. Wenn man ihn mit seinem binärkompatiblen Vorgänger 8080 vergleicht, dann kann man von einem 80386 gegenüber einem 8086 sprechen. Hach, *träum*

Kleiner Dump für CP/M-Kenner
0100 11 08 01 0E 09 C3 05 00 68 65 6C 6C 6F 24
Ihr ahnungslosen Wichte!! :D

Dafür besass der 6502 die sogenannte Zero-Page! Die ersten 256 Byte im Addressraum konnten sehr schnell mit einer 8-Bit Addressierung statt 16 Bit angesprochen werden. Indirekte Sprünge kamen mit 2 statt 3 Byte aus, sofern der Pointer in der Zeropage lag.
Der 6502 war im Schnitt etwa doppelt so schnell wie sein Konkurent der Z80 bei gleicher Taktfrequenz. Taktfrequenz war bei VC20/C64 nur 1MHz. Die Konkurenz (ZX Spectrum, Schneider CPC) mussten mit 4MHz getaktet werden um ähnlich schnell zu sein. Der "letzte" 6502 Sprössling (C128) war mit 2 MHz schneller als die Z80 Konkurenz mit 4MHz. Heutzutage würde man dieses Prozessor-Design als "RISC" bezeichnen.


Aber für Anfänger, die nicht richtig Assembler coden können war die CPU schon das Richtige. Halt einfach u bedienen, dafür aber schnarchlangsam..... ;)


Gruß

Klaus

Alan5001
13.11.2005, 11:25:15
HeHeHe,

mein "Lebenslauf":

ZX81
ZX Spectrum
C64
Amiga
PCeeeeh

Die Jahreszahlen lass ich mal lieber weg, da red' ich nicht so gerne drüber :D

Wenn ich dran denke, mit welchen "Tricks" wir damals die (Audio-)Kassetten mit den Spectrum Programmen auf Papi's heimischer Stereoanlage versucht haben zu kopieren ... :p

Un dann der gute alte Brotkasten halt ... hach ja ...

Gruß

Alex :cool:

1701D
13.11.2005, 11:46:46
Achh ja, mein erster Computer *SEUFZ*.

Das war 1982 ein VC20 (Oder wars 1981??) Die Kiste hab ich bei Vobis für 400,- DM "nackt" gekauft. D.h. ohne Datasette oder Floppy. Da hab ich dann stundenlang Listings abgetippt und den Computer tagelang angelassen (Weil, war ja alles weg, wenn ausgeschaltet) 3 Monate später gabs dann die Datasette und ein weiteres Jahr später den C64 mit Floppy! Die Floppy war trotz eigener CPU so lahm, dass man fast buchstäblich zuschauen konnte wie die Bytes in den Computer geschaufelt wurden.

Nie wieder haben mir Computer so viel Spaß gemacht wie damals. Ich kann mich an einen Karfreitag erinnern, da hab ich zusammen mit meinem Bruder 16 Stunden (fast) ohne Unterbrechung ein Spiel namens "Breakout" gespielt. So ein Spiel würde Heute nichtmal auf einem Gameboy verkauft werden können.

Wer kennt eigentlich noch "Radar-Rat-Race" oder "Loadrunner" Einfach nur genial!

Wer dieses Feeling gerne mal wieder haben möchte, sollte vielleicht mal einen blick auf dieses Produkt (http://www.c64dtv.co.uk/) werfen.

Gruß

Klaus

Alan5001
13.11.2005, 11:59:43
Nie wieder haben mir Computer so viel Spaß gemacht wie damals. Ich kann mich an einen Karfreitag erinnern, da hab ich zusammen mit meinem Bruder 16 Stunden (fast) ohne Unterbrechung ein Spiel namens "Breakout" gespielt. So ein Spiel würde Heute nichtmal auf einem Gameboy verkauft werden können.


Uiuiui,

da fällt mir ein, daß ich auch mal genau diese 16 Stunden 4x99 Skelette bei Bard's Tale niedergemetzelt habe, um die Character Eigenschaften zu verbessern :D
Was für eine Ironie !!!

Damals waren Spiele nicht nach 10 Stunden Spielzeit vorbei ... :rolleyes:

Gruß

Alex :cool:

johnny
13.11.2005, 12:01:11
Die Floppy war trotz eigener CPU so lahm, dass man fast buchstäblich zuschauen konnte wie die Bytes in den Computer geschaufelt wurden.Und Ende der 80er dann die ersten ("erschwinglichen") Festplatten; noch mit spanabhebendem Übertragungsverfahren ...

Ciao
Johnny

Alan5001
13.11.2005, 12:10:14
Und Ende der 80er dann die ersten ("erschwinglichen") Festplatten; noch mit spanabhebendem Übertragungsverfahren ...


Die erste, an die mich aktiv erinnere, war eine Wahnsinns 10 MB Platte.
Nein Kinderlein, dies war KEIN Tippfehler :D

Das Ding war so groß wie ein Toaster, und LAUT ... ohne Worte ...

Gruß

Alex :cool:

johnny
13.11.2005, 12:13:17
Die erste, an die mich aktiv erinnere, war eine Wahnsinns 10 MB Platte.Ich kann mich noch an 5 MB erinnern. Mein Einstieg war aber bei 30 MB.

Ciao
Johnny

P.S. Ich erinnere mich auch noch an einen Bericht in der Elrad über ein neues Eingabemedium. Wegen seinem Aussehen "Maus" genannt. Kostete schlappe DM 400,- ...

Rechenaugust
13.11.2005, 12:16:20
Mein erster war der ZX80 (999,- DM als Bausatz)

Aprpos 1701D: Warst "Du" nicht mal ein Amiga-Monitor?

Alan5001
13.11.2005, 12:21:29
Also eben haben mich übrigens die Reponse-Zeiten der M740 doch ganz stark an den guten alten ZX81 erinnert ... :rolleyes:

Gruß

Alex :cool:

1701D
13.11.2005, 12:23:40
Mein erster war der ZX80 (999,- DM als Bausatz)

Aprpos 1701D: Warst "Du" nicht mal ein Amiga-Monitor?
Neeeee..... Das 'D' bei den Amigas gab es (glaube ich) für die Amigas selber. Ich hab nie einen besessen. Nach meinem C64 kam direkt der erste PC (8088 10MHz, später HDD 32MB mit RLL Controller)

Gruß

Klaus

Rechenaugust
13.11.2005, 12:26:54
Also eben haben mich übrigens die Reponse-Zeiten der M740 doch ganz stark an den guten alten ZX81 erinnert ... :rolleyes:

Gruß

Alex :cool:Das Booten vom ROM dauerte aber nicht länger als 1,2 Sekunden, also ne knappe Minute weniger als bei M740.

Alan5001
13.11.2005, 12:30:50
Das Booten vom ROM dauerte aber nicht länger als 1,2 Sekunden, also ne knappe Minute weniger als bei M740.

Touchèz ! :D :D

Gruß

Alex :cool:

Alan5001
13.11.2005, 12:32:31
...später HDD 32MB mit RLL Controller)



Wie hiess noch gleich die zweite Aufzeichnungsmethode (damals) ???

MFM glaub' ich, oder ?

Gruß

Alex :cool:

1701D
13.11.2005, 13:23:19
Wie hiess noch gleich die zweite Aufzeichnungsmethode (damals) ???

MFM glaub' ich, oder ?

Gruß

Alex :cool:
Genau! Physikalisch waren MFM und RLL Platten identisch. RLL erreichte jedoch eine um 50% höhere Dichte. Daher hatte die RLL Platte 32MB und die MFM Platte nur 20MB. RLL war auch ein Tick schneller.
Wichtig war damals die Einstellung des richtigen "Interleave-Faktors" Die Platten war nicht schnell genug um nach lesen eines Blockes den nächsten physikalischen Block zu lesen. (Interleave 1) Deshalb war der logisch nächste Block erst der z.B. der physikalisch 4. (Interleave 4).

Schon drollig, Heute macht die Platte sowas ganz alleine.. :rolleyes:

Gruß

Klaus

Alan5001
13.11.2005, 13:42:47
Ha !

Interleave Faktor ... Genau !

Den hatte ich ja ganz vergessen/verdrängt ... :)

Damals hat man einen LowLevel Format auch i.d.R. noch im "Debug" Programm unter DOS angestossen ... :p

Gibt's übrigens heute noch, sogar unter XP !!!
(Einfach in der Kommandozeile mal Debug eingeben ... Kinder, probiert das NICHT zuhause :D )

Gruß

Alex :cool:

gummibaum
13.11.2005, 13:58:40
Moin,

junge Hüpfer!

Ich hab' noch 8" Disketten (einseitig, 128 KB!) zu Hause.
(vom Siemens 6.610 (ähnelt dem INTeL ISIS System)).


bis die Tage...
. Mathias

PS: Ob die Disketten noch lesbar sind? Keine Ahnung!!

Alan5001
13.11.2005, 14:09:21
Moin,

junge Hüpfer!

Ich hab' noch 8" Disketten (einseitig, 128 KB!) zu Hause.
(vom Siemens 6.610 (ähnelt dem INTeL ISIS System)).


Hab' ich kürzlich beim Ausmisten auch noch gesehen ... bin nicht ganz sicher, müssten von 'ner PDP11 gewesen sein ... :confused:

Gruß

Alex :cool:

Beppo Boppel
13.11.2005, 14:37:24
Sind ja doch ein paar fast Erwachsene hier ;).

Erste Schritte auf ner IBM /34.

Erster Eigener:
IBM XT (Model 5150 Proz. 8088 mit 4,7 Mhz, 128 KB RAM und 10 MB Platte.
War ein echter Gelegenheitskauf!
Nur 9.000,- DM wegen 50% IBM Rabatt.
Bei so einem Schnäppchen konnte ich auch als Student nicht widerstehen.
Habe noch mit mir gekämpft, ob ich ggf. ein einseitiges Diskettenlaufwerk kaufen sollte und damit 600,- sparen sollte.
Bei dem 9-Nadeldrucker für 1.750,- DM habe ich mich noch gefragt, wie das so günstig möglich ist, wo die Dinger an der /34 doch nicht unter 15.000,- DM zu kriegen waren.
Konnte ja nicht ahnen, dass das zeitlebens mein Teuerster PC bleiben würde. :eek:

Btw:

Vielen Dankfür dieses super Forum, die fantastischen Tools und die dolle Hilfe die man hier bekommt.

Lese seit fast einem Jahr regelmässig mit, dabei wurden so ziemlich alle Fragen beantwortet bevor ich sie stellen konnte.

johnny
13.11.2005, 14:48:54
Ich hab' noch 8" Disketten (einseitig, 128 KB!) zu Hause.Ich habe mal in der Produktion dieser Dinger gearbeitet. 5.25" hatten wir da aber auch schon ...

Ciao
Johnny

NullPtr
13.11.2005, 15:06:53
Ich hab' noch 8" Disketten (einseitig, 128 KB!) zu Hause.
(vom Siemens 6.610 (ähnelt dem INTeL ISIS System)).
Neumodischer Schnickschnack!
Geht doch nichts über die Lochkarten in meinen diversen Schukartons ;)

Leberwurst
13.11.2005, 15:17:48
Ich sehe hier im Forum sind ja die richtigen "Seelenverwandten", die die EDV (und was davor kam) mit der Muttermilch bekommen haben.
Ist schon erstaunlich, was sich seit den 80er getan hat...

Also wer hat auch die Elektronik (Elektrotechnik) per Kosmosbaukasten beigebracht bekommen? Ich war vom Elek. Ing. meines Vaters und dessen Funkamateurhobby (auch beruflich) vorbelastet, bin aber dann mehr bei der Digitaltechnik hängengeblieben. Schönstes Beispiel war mal eine komplette Digitaluhr nur aus CMOS 14polern....auf 4 Europakarten :D

borg
13.11.2005, 15:42:43
Ihr ahnungslosen Wichte!! :D

Dafür besass der 6502 die sogenannte Zero-Page! Die ersten 256 Byte im Addressraum konnten sehr schnell mit einer 8-Bit Addressierung statt 16 Bit angesprochen werden. Indirekte Sprünge kamen mit 2 statt 3 Byte aus, sofern der Pointer in der Zeropage lag.
Der 6502 war im Schnitt etwa doppelt so schnell wie sein Konkurent der Z80 bei gleicher Taktfrequenz. Taktfrequenz war bei VC20/C64 nur 1MHz. Die Konkurenz (ZX Spectrum, Schneider CPC) mussten mit 4MHz getaktet werden um ähnlich schnell zu sein. Der "letzte" 6502 Sprössling (C128) war mit 2 MHz schneller als die Z80 Konkurenz mit 4MHz. Heutzutage würde man dieses Prozessor-Design als "RISC" bezeichnen.


Aber für Anfänger, die nicht richtig Assembler coden können war die CPU schon das Richtige. Halt einfach u bedienen, dafür aber schnarchlangsam..... ;)


Gruß

Klaus


Danke, dass Du Dich für den 6502/6510 ins Zeug geworfen hattest. Mit dem und dem PET hatte ich angefangen und ihn liebgewonnen. Z80 und 8080 war zwar während des Studiums auch angesagt, aber gefallen fand ich nicht an ihm. Wenn man zuvor, nachdem man als der C64 die 1000DM Schallmauer unterschritten hatte, diesen mit einer Datasette betrieb, ihm eine eine Centronicsschnittstelle verpasste (Platine für den Userport layouten, ätzen und bestücken, dann ein kleines Assembler schreiben) und sich die Garantie an der Olivetti Praxis 35 versaute, weil man den Bus rausführte, schon waren die Referate in der Oberstufe meisterhaft auf dem komischen Blauen Matritzenpapier. 4 verschiedene Typenräder, Blocksatz im eigenen Textprogramm, welches man an der Schule auf dem PET später auf dem CBM entwickelt hatte. Und kaum hatte man der Datasette mit Speeddos Beine gemacht, kaufte man sich vom Weihnachtsgeschenkgeld die 1541, langsamer wie die beschleunigte Datasette. Aber dem setzte man dann mit einem Parallelbus auch ein Ende. Und ganz toll war dann der 128D (dem verpasste ich dann während des Studiums ein eingebautes Importmodem. Aber erst nachdem es neu berechnet und bestückt war. Hielt die Richtlinien der Bundespest besser ein, als deren Dinger. Mit dem Betrieb ich dann mit 300 Baud die Erste Mailbox in Isny im Allgäu. Die nächsten waren dann in München die Lauche und Maas und in Stuttgart eine. Der weiteste regelmässige Anrufer hatte ich aus Neuseeland. Waren das noch Zeiten.
Und mit dem Amiga 1000 ging es dann richtig los. Multitasking als man an Windows noch nicht nicht dachte. Und wenn man nicht die Verhunzten Spiele installierte, lief der Amiga mit dem "LDS-Amiga-Infosystem", 300, 1200 und 2400 Baud bis zu 4 Wochen durch. Parallel mal Wordperfekt im Einsatz oder das Paintprogramm mit dem guten alten Tut. Nur wenn ich auf den 68010/20er oder auf die Hardwareemu mit dem 286er umschaltete, dann musste ich anschliessend neu die Kickstart booten. Beide Rechner habe ich noch, wenn auch eingemottet. genauso der folgende tragbarer Compac 386er mit orangem Plasmadisplay, den ich in der Firma günstig nehmen konnte, als er ersetzt wurde.
Ja, so menschliche Beziehungen ist man mit keinem folgenden Rechner mehr eingegangen. Selbst das Verhältnis zu unserer kleinen Weissen ist nicht mehr so "intim". War wirklich schön die Zeit damals. Vor allem hatte man einen Ergeiz, aus den Teilen rauszuholen, was ging. Egal ob der 6510er oder 68000er, nix war unmöglich. Und heute machen einem 10jährige beim Programmieren einer Webseite noch was vor - ich meine jedoch nicht die Baukastenkiddies.
Ich bin jedoch froh, das es auch heute noch Jungs und Mädels gibt, die genauso engagiert sich mit einem Teil auseinandersetzen, wie z.b. Lemmi&Co. hier. Bei mir hat das Private viel von dem früheren Antrieb rgenommen, somit ist die Box auch hauptsächlich zum Film und Seriengucken da. Das frickeln überlasse ich andern und freue mich wenn es bei mir dann läuft. Nur wenn ich mir dann mal Zeit nehme oder was neues in die Webseite einbauen will, dann hängt man auch mal wieder ein paar Nächte drann. Es ist aber kein Vergleich mehr mit den durchgemachten Nächten von früher.


...auf 4 Europakarten :D

Europakarten? Gibts die eigentlich noch ? Muss echt mal bei Conrad guggen gehen.

elto
13.11.2005, 16:24:17
..........

rubberduck
13.11.2005, 18:19:35
Hi all,

schon toll, dieser Thread!

Habe als Kind auch mit Kosmos-Kästen gebastelt.
- Elektrotechnik
- Elektronik (mit Ergänzungskästen)
- Chemie
(Namen der Kästen fallen mir nicht mehr ein, habe ich aber noch im Keller).

Meine "Computer":
- TI 99/4A (schick, aber schlecht, weil nicht offen)
- C64 (Legende "Brotkasten"! mit Diskettenlaufwerk "Schuhkarton")
- Atari MegaST 2 (jau, auch toll, schon fast erwachsen, habe ich meine Diplomarbeit drauf erstellt und dafür mit Modula-2 programmiert)
- und dann die PCs (angefangen bei einem Pentium mit 90(?) MHz)

*träum*

Grüße,
Rubberduck.
_______________
Edit: Ergänzung zu den Kosmos-Kästen:
- Optik und Foto
- Spielcomputer Logikus (wollte ich nicht als meinen ersten Computer deklarieren, weil's keiner war.)

Aber mein wirklich allerererster Computer war eigentlich ein programmierbarer Taschenrechner von TI (der ohne Magnetstreifen, hieß er TI-58 ?)
Habe nächtelang damit verbracht, den zu programmieren...

DVB-Terraner
13.11.2005, 18:30:38
...mit 14 das erste radio gebaut mit dem kosmoskasten.ist gut 30 jahre her.erinner mich noch schwach an diese lustigen federklemmen,wo die bauteile druntergeklemmt wurden.
Ja, ja, die guten alten Elektronik-Experimentierkästen! Die Dinger kenne ich auch noch allzu gut ... hat aber Spaß gemacht, dann kamen die Elektronik-Bausätze für Nebelhorn oder den IC-Verstärker und später wurde selbst belichtet und geäzt! ... ABer irgendtwann mußte es ein Rechner sein:

1981 - Sinclair ZX81 (selbst zusammengelötet, 1KByte, SW-Bild und die beschi..ene Gummitastatur bei der man sich die Finger beim Listing-Abtippen vergurkte ;) )

1982 - VC20 (als der C64 ´raus kam wurde dieser mit Datasette :) in der schicken weißen Sporttasche bei Karstadt verschleudert)

1983 - 32 KByte-Erweiterung für den VC20 (netto 27KByte)

... keinen eigenen PC besessen, aber hier und da durfte ich mal `ran

1993 - jetzt erst meinen eigenen 386DX40 mit AMD-CPU, 8MB RAM, 212 GB WesternDigital-HDD und 1MB Grafik (ET1000))

Ja, das waren noch Zeiten!

Viele Grüße,
Holger

1701D
13.11.2005, 18:43:49
[...]
1983 - 32 KByte-Erweiterung für den VC20 (netto 27KByte)

[...]

Ja, das waren noch Zeiten!

Viele Grüße,
Holger
Richtig!! So ein Ding hatte ich auch. Meine Erweiterung kam von Jeschke! Leider konnte der VC20 in der Ur-Konfiguration maximal 6KB RAM am Stück verwalten. (Dann kam der Bildschirmspeicher) Deshalb wurde in der 32K Variante der Bildschirmspeicher weiter nach Oben verschoben. (28159 Bytes free) Dazu kam noch der sogenannter ROM Bereich (8KB) In diesen Bereich wurden die ROM-Module (meistens Spiele) reingemappt. Für diese Module gab es massig "Sicherheitskopien" *HÜSTEL*. Die wurden dann mit Hilfe eines Soft-Resets (SYS 64802) gestartet. In dieser Konfiguration liefen dann aber leider die Spiele für die Grundversion nicht mehr (wegen des verschobenen Bildschirmspeichers) Also musste man im Falle eines Falles die Erweiterung abziehen und via Dip-Schalter umstellen...

Gruß

Klaus

bebibaer
13.11.2005, 18:58:07
So, jetzt kommt meine Computerhistorie von anno dunnemals (ich selbst bin Baujahr 1970):
Mein erster Computer war ein SHARP PC-1212 (http://pocket.free.fr/images/sharp/pc-1212.jpg) Taschencomputer, mit dem ich mir in der Schule Vorteile in Mathe verschafft habe. Er konnte "nur" BASIC und hatte eine Kapazität von 1424 Bytes (kein Kilo, Mega oder Giga vornedran), aber zum Stützstellenberechnen von Graphen war er schon eine Hilfe. Mein Vater hat auf ihm die Lohnsteuererklärung gemacht. Das Ding liegt gerade vor mir und läuft immer noch mit vier uralten Knopfzellen. Das nenn ich sparsam, 11 mW Leistung verbrät das Ding.
Später hat mir ein Onkel seinen TI-99/4A ausgeliehen, aber das eingebaute BASIC war darauf echt schlimm. Commodore C64 mochte ich auch nie so richtig.
Ich blieb bei SHARP und kaufte einen SHARP MZ-731 mit 4-Farb-Plotter und Kassette, danach seinen Nachfolger MZ-800. Damals hat mein Vater noch viel für die Rechner gebastelt (jeder hatte einen), so dass die Programmiersprache nicht mehr minutenlang von der Kassette geladen werden musste, sondern innnerhalb von Sekunden von den EPROMs im Arbeitsspeicher kopiert war. Für den MZ-800 gab es endlich auch CP/M, da er 80 Zeichen/Zeile beherrschte. Mit Multiplan (Tabellenkalkulation) habe ich mein Abi notenmäßig durchgerechnet.
Für meinen ersten PC nach dem Abi blätterte ich bei Vobis satte 3772 DM hin. Es war ein 286 mit 16 MHz und NEAT-Technik, 40 MB-MFM Platte. Danach ging es immer so weiter mit 486DX2/66, Pentium 150 usw.

Irgendwie vermisse ich die Zeiten, als man noch wusste, dass CD der Hexcode für CALL beim Z80 war und nicht so eine silberne Plastikscheibe.

DVB-Terraner
13.11.2005, 18:59:12
Also musste man im Falle eines Falles die Erweiterung abziehen und via Dip-Schalter umstellen...
Ja, an das Mäuseklavier kann ich mich auch erinnern ... Genau, das war u.A. zur Verschiebung der Adreßbereiche ...
Stark, wer und was sich hier alles wiedertrifft! :)

Viele Grüße,
Holger

bebibaer
13.11.2005, 19:02:40
1981 - Sinclair ZX81 (selbst zusammengelötet, 1KByte, SW-Bild und die beschi..ene Gummitastatur bei der man sich die Finger beim Listing-Abtippen vergurkte ;) )
War das nicht eine Folientastatur, die Radiergummis gab es doch erst beim ZX Spectrum.
Einen ZX81 hatte mein Vater irgendwann auch mal angeschleppt, als ich mit dem SHARP MZ-800 zufrieden war. Just for fun wurde er um 8 KB erweitert und in ein 19 Zoll-Rack eingebaut. Der müsste immer noch im Keller verstauben.

elto
13.11.2005, 19:27:03
..........

elto
13.11.2005, 19:30:49
..........

elseif
13.11.2005, 19:35:43
IT????
Kann mir jemand von Euch Freaks sagen, wann aus der guten alten EDV der neumodische Schnickschnack IT wurde?

Gruß Else

elto
13.11.2005, 19:37:31
..........

Beppo Boppel
13.11.2005, 19:38:06
@elseif
Mit der massenhaften Verbreitung von Windows 3.0 ab ca. 1990

DVB-Terraner
13.11.2005, 19:40:47
War das nicht eine Folientastatur, die Radiergummis gab es doch erst beim ZX Spectrum.
Einen ZX81 hatte mein Vater irgendwann auch mal angeschleppt, als ich mit dem SHARP MZ-800 zufrieden war. Just for fun wurde er um 8 KB erweitert und in ein 19 Zoll-Rack eingebaut. Der müsste immer noch im Keller verstauben.
Du hast recht ... war ´ne Folientastatur!!! War trotzdem ein Gegurke :D

Leberwurst
13.11.2005, 19:44:30
Das Gegurke war die Mehrfachbelegung :D

DVB-Terraner
13.11.2005, 19:46:11
... und dann war da noch die "Lichtanlage", die über ein Waschmschinen-ProgrammSchalter funzte ....

Und die ersten Schaltungen mit den Siemens EK-Relais ... :rolleyes:

borg
13.11.2005, 21:08:27
Gabs von SHARP nicht auch mal einen kleinen Rechner mit "richtiger" Tastatur und einem Magnetscheibenlaufwerk (mit kleinen Diskette (damals war 5 1/4 noch sehr üblich und sogar die 8Zöller? Waren keine Floppys mit Spuren und Sektoren, sondern wie eine Schallplatte mit nur einer Spur belegt. Ich suche so eine Diskette (oder wie die Dinger hiessen) für meine Sammlung. Der Rechner wurde übrigens auch in Katalogen wie Neckermann oder Quelle angeboten. Weiss aber nicht mehr wie die Typenbezeichnung war. Die Farbewar, wenn ich mich richtig erinnere so gelblich und beige. Übrigens kein Speichertyp hängt zweimal an der Wand. Und die Ramerweiterungen sind bezüglich der Kapazität umgekehrtproportional zur Baugrösse.

bebibaer
13.11.2005, 23:27:39
Für die Homecomputer MZ-700 und MZ-800 gab es ein sogenanntes Quickdisk-Laufwerk mit einer Wendediskette von 2,5 Zoll. Auf jeder Seite konnte max. 64KB spiralförmig aufgezeichnet werden. Wenn man ein Programm löschte, blieb eine Lücke übrig. Falls die neue Datei größer war, passte sie natürlich nicht hinein. Daher gab es ein Programm, dass die komplette Seite einer QD einlas und wieder defragmentiert zurückschrieb. Problem ist natürlich, dass der Computer auch nur 64KB RAM hatte und einen Teil für das Defragmentierungsprogramm benötigte, so dass die Defragmentierung bei einer kleinen Lücke nicht funktionierte.

Für das Flagschiff unter den Pocketcomputern von SHARP, den PC-1600 gab es ein DIN A4-Plotter und ebenfalls ein 2,5 Zoll-Laufwerk. Dieses Laufwerk war anders aufgebaut als die obengenannten QD-Laufwerke. Es benutze ebenfalls Wendedisketten, aber in Spuren und Sektoren eingeteilt. Der PC-1600 war schon ein geiles Teil: 2 Haupt-CPUs (1x Z80, 1x LH5803 vom PC-1500A), 4 Zeilen à 26 Zeichen LCD, RS-232, A/D-Wandler, 80KB RAM. Theoretisch wäre sogar CP/M auf dem Rechner gelaufen.

Alle diese Teile besitze ich noch und sollten sogar noch funktionstüchtig sein.

borg
14.11.2005, 08:20:33
@ bebibaer

Da muss ich doch mal ganz unbescheiden und unaufdringlich fragen, ob Du vielleicht noch von den beiden "Disk"Modellen eine entbehren kannst. Es dürfen ruhig fehlerhafte sein. Benutzt werden sie eh nicht mehr.

BigBadBandit
14.11.2005, 12:11:02
Ach schön wars - habe 1 Stunde im Museum gesurft...

Mein erster war ein Apple II und kurz danach ein IIc - wo die vom Computermuseum die Preise wohl herhaben - mein IIc hat mit Monitor und Ständer gute €3000 gekostet. Der Preis wurde dann von meinem IIGS mit 2 externen SCSI 3,5" Diskettenlaufwerken und einer 80!MB großen externen HD für insgesamt €7.500 übertroffen - UND das waren Studentenpreise mit 50% Ersparnis! Für einen MacII hat es dann auch noch gereicht und seit dem habe ich mich leider mit PC's von Escom, Highscreen, Toshiba und HP trösten müßen. Mein neuer iPod hat mich aber schon zum Grübeln gebracht. Ich glaube, es ist mal wieder ein Apple dran - Powerbook ist schon sehr nett.

Zwischendurch habe ich meine Bundeswehrzeit an einer Nixdorf 88irgendwas mit 8" disketten verbracht - als Leiter der "Datenstation". Hatten keinen Z gefunden und so durfte ich als W15 damals den Job machen. War sehr cool.

So - keine Zeit mehr. Mein Wyse-Terminal wartet auf mich. Kennt "Wyse" hier noch einer? Das sind auch so Saurier der Computergeschichte, die mit Terminals überlebt haben. Da wir auf "Serverbased Computing" umgestellt haben, darf ich jetzt 120 von den Dingern verwalten......

Greetz BigBadBandit

borg
14.11.2005, 12:20:10
Kennt "Wyse" hier noch einer? Das sind auch so Saurier der Computergeschichte, die mit Terminals überlebt haben.

Sage nix gegen diese Dinger. Einschalten, Protokoll auswählen und loslegen.
Heute? Windows/Linux PC hochfahren, einloggen, Terminalprogramm starten, Emulation auswählen, nein, nochnicht loslegen, zuerst Comport auswählen und evtl. anderes über diesen Port arbeitendes Gerät oder PRogramm (Maus, Kartenleser etc.) deaktivieren, und dann nochmals Terminal starten und endlich loslegen.

So ein Wyse war schon gar nicht so richtig schlecht.

1701D
14.11.2005, 12:43:22
Sage nix gegen diese Dinger. Einschalten, Protokoll auswählen und loslegen.
Heute? Windows/Linux PC hochfahren, einloggen, Terminalprogramm starten, Emulation auswählen, nein, nochnicht loslegen, zuerst Comport auswählen und evtl. anderes über diesen Port arbeitendes Gerät oder PRogramm (Maus, Kartenleser etc.) deaktivieren, und dann nochmals Terminal starten und endlich loslegen.

So ein Wyse war schon gar nicht so richtig schlecht.
Naja, wer betreibt heutzutage schon noch ein Terminal über den seriellen Port. In sofern ist der Vergleich nicht ganz korrekt. ;) Aber es ist schon was wahres dran. Ein Hostsystem nur mit Terminals konnte man zur Not eine gewisse Zeit mit nur einem Mann betreiben. (Zumindest bei der Nixdorf 8890 ging das) PC-Clients sind da viel arbeitsaufwendiger.

Gruß

Klaus

neugierig
14.11.2005, 13:27:59
Also jetzt wird's wirklich Zeit für die Plauderecke! Also ich stamme auch noch aus der IT Generation, die 8080 Hexcodes in einen Einplatinencomputer getippt hat, nach der Schule seine ersten BASIC Versuche auf einem Atari 400 (nur in einem Radio(!)Geschäft) machte. Ich hatte dann das Glück, dass mein Vater sich einen Osborne 1 kaufte, der kam tatsächlich per Bahnfracht aus Aachen (Vobis!). Wenn hier jemand den Osborne 1 kennt, hier schreien...

Also bevor dass hier alles zu OT wird...mache ich einen neuen Thread auf. Nicht dass ihr euch wundert, das war mal ein Thread zum Thema "schlechter Support von pvrpilot", aber ich finde es lohnt sich auch über alte Zeiten zu plaudern :cool:

HIER!!!
Osborne - Computer im Koffer. Die damalige Vorstellung vom tragbaren Computer.

bis denn
neugierig

borg
14.11.2005, 13:32:57
Naja, wer betreibt heutzutage schon noch ein Terminal über den seriellen Port. In sofern ist der Vergleich nicht ganz korrekt. ;) Aber es ist schon was wahres dran. Ein Hostsystem nur mit Terminals konnte man zur Not eine gewisse Zeit mit nur einem Mann betreiben. (Zumindest bei der Nixdorf 8890 ging das) PC-Clients sind da viel arbeitsaufwendiger.
Gruß
Klaus

Na ja, solche Terminalsysteme waren häufig in Arztpraxen zu finden. Von jedem Behandlungsraum aus hatte der Doc Zugriff auf die Patientendaten. Heute läuft das natürlich anders.
Ich selbst hatte mit den Terminals hauptsächlich bei grossen WAN-Netzwerkkomponenten zu tun. Pads, X.25-Knoten, Multiplexer für unterschiedlicheste Datenströme. Und überall ging man mit einem Terminal drauf. Heute läuft so was meist über ein Webinterface.

Halber Liter
14.11.2005, 13:52:34
Bei mir war´s der TRS-80 (http://www.homecomputermuseum.de/comp/102_de.htm) mit Z-80 Prozessor. Habe damals stundenlang vor dem grün-schwarzem Monitorbild gesessen.

Irgendwann hatte ich keine Lust mehr auf den nervigen Kassettenrekorder und habe mir für sündhaft viel Geld ein Floppy-Laufwerk gekauft, 5 1/4 Zoll, so um die 70 KB Speicherplatz...

Gruß
HL

1701D
14.11.2005, 13:56:13
HIER!!!
Osborne - Computer im Koffer. Die damalige Vorstellung vom tragbaren Computer.

bis denn
neugierig
Ich habe Zuhause noch einen funktionierenden Commodore SX64 (http://www.heimcomputer.de/comp/sx64.html) stehen. Da bekommt der Begriff "Schlepptop" eine ganz andere Bedeutung. Die Kiste hat einen kleinen Röhrenbildschirm eingebaut. Echt niedlich.... :rolleyes:

Gruß

Klaus

neugierig
14.11.2005, 14:00:56
Da muß ich wohl auch mal mitteilsam werden.

Mein erster war ein Vector S100-Bus Rechner mit einem Z80 mit 4Mhz und 56K-Ram + 4K-Screen + 4K-Rom unter CP/M. Das ganze hatte dann noch zwei Diskettenlaufwerke mit hartsektorierten 315k 5.25". War ein schwerer Alukasten mit einem diskrett aufgebauten Netzteil (Tarfo und Siebkondensatoren).
[http://www.gordtulloch.com/html/vector_graphic.html]
[http://www.old-computers.com/museum/computer.asp?st=1&c=799]
Die Daten stimmen nicht ganz. Ich hatte 56K-Ram

Der Aufstieg hieß dann Panafacom Duet-16. Der hatte dann eine 8086 Cpu mit 8Mhz und 128kb unter MS-DOS 1.x später dann MS-DOS 2.x. Das ding hatte zwei 720K 5.25" FDD. Die Graphic hatte sagenhafte 640*400 Punkte in Farbe. Damals hatte der IBM-PC noch dir CGA-Auflösung von 320*240, EGA war noch nicht erfunden und Hercules-Graphic reichte wegen monochrom nicht für CAD (Autocad gab es bereits für den DUET, aber nicht für den IBM).
[http://www.1000bit.net/scheda.asp?id=1292]

Ich hab' damals für meine Vater einwenig Programmiert (er hatte dann jeweils das gleiche oder etwas bessere System) und die Rechner angeschafft :) .

Bis denn
neugierig

SaschaD
11.12.2005, 10:38:59
Aprpos 1701D: Warst "Du" nicht mal ein Amiga-Monitor?

Meinst Du nicht eher den 1081/1084S?

mfg,
Sascha

Oldboke
11.12.2005, 10:52:19
Ich hatte 1981 meinen ersten Commodore VC20,dann etliche
C64 und Amiga. :)

Im Moment gurke ich auf einem auf leise getrimmten AMD2400 rum.

Thorvard
11.12.2005, 13:24:48
Uiuiui,
da fällt mir ein, daß ich auch mal genau diese 16 Stunden 4x99 Skelette bei Bard's Tale niedergemetzelt habe, um die Character Eigenschaften zu verbessern :D


Es waren IMHO Berserker, da musste man mit 'Flamehorns' o.ä. arbeiten, waren irgendwelche Tröten wo Flammen rauskamen wenn man reinblas, konnte nur der Barde. Man musste ja fast 90% der Berserker ausknipsen bevor die dran waren, sonst war man selber asche :D Mehr AE! :D

Alan5001
11.12.2005, 13:35:46
Es waren IMHO Berserker, da musste man mit 'Flamehorns' o.ä. arbeiten, waren irgendwelche Tröten wo Flammen rauskamen wenn man reinblas, konnte nur der Barde. Man musste ja fast 90% der Berserker ausknipsen bevor die dran waren, sonst war man selber asche

Hmmh ...

Ich könnte schwören, daß es 4x99 Skelette waren :D

Ich glaub' ich werf' gleich mal den WinUAE an, mal schauen ob ich die Stelle noch finde :p

Gruß

Alex :cool:

Thorvard
11.12.2005, 14:18:06
Ich habe Zuhause noch einen funktionierenden Commodore SX64 (http://www.heimcomputer.de/comp/sx64.html) stehen. Da bekommt der Begriff "Schlepptop" eine ganz andere Bedeutung. Die Kiste hat einen kleinen Röhrenbildschirm eingebaut. Echt niedlich.... :rolleyes:


Hab auch noch einen SX64, ich nenne es meine erste Spieleconsole :)

Thorvard
11.12.2005, 14:25:28
Aprpos 1701D: Warst "Du" nicht mal ein Amiga-Monitor?

1701D -> USS Enterprise NCC-1701D (http://argon.csustan.edu/jtb/PLANS/ENT-1701D/Ent-1701D-1a.htm)

Das war die Enterprise der Star Trek: Next Generation, ein Raumschiff der Galaxy Class unter dem Kommando von Captain Jean Luc Picard ;)
In Dienst stellung: 2363, zerstört 2371

borg
11.12.2005, 16:26:04
zerstört 2371

War imposant, als das Teil runter kam. Aber die verglühende Enterprise von Kirk sah auch nicht schlecht aus. Als die NASA das letzte Shuttle bei der Landung zerlegte, sah es auch nicht viel anders aus. Allerdings waren diese Aufnahmen aus grösserer Entfernung aufgenommen und die 1701er Enterprise etwas grösser.
Ein Lob an die damaligen Tricktechniker, die es wirklich, dafür dass es kein Vorbild gab (weder die Skylab noch die Mir wurden bei Tageslicht vom Boden aus aufgenommen), sehr gut realisierten.

Thorvard
12.12.2005, 20:46:18
Ein Lob an die damaligen Tricktechniker, die es wirklich, dafür dass es kein Vorbild gab (weder die Skylab noch die Mir wurden bei Tageslicht vom Boden aus aufgenommen), sehr gut realisierten.
Die NASA hat mehrfach bei unbemannten Testflügen der Mercury, Gemini und Apollo Serie die Kapseln absichtlich mit falschem Winkel den Wiedereintritt in die Atmosphäre machen lassen um Strukturtests zu machen, dabei hats auch nen paar Dummy-Kapseln gerissen. Das wurde natürlich ausführlich dokumentiert. Und wie manche Verschwörungstheoretiker behaupten hat die NASA die besten Tricktechniker ;)

Pauly
12.12.2005, 21:33:01
Moin zusammen, seit DVB-T in Schl.-Holstein habe ich die kleine M740, bisher ohne besondere Probleme. Wenn dann mal etwas "gekniffen" hat, habe ich es hier im Forum gelesen bevor ich es selbst festgestellt habe und hatte daher Lösungsmöglichkeiten bereit, danke Euch allen dafür. Ich finde es nunmehr Zeit, mich hier zu outen (anmelden könnte man wohl auch sagen).
Die alten IT-Zeiten, meine erste Begnung war 1980 mit einem sogennanten Datarekorder mit einer handgefertigten (!) Corememory von 1K und kurz darauf mit einem sogenannten Datensammelsystem mit 32K Corememory an der bis zu 32 Erfasser/-innen Daten zur Verarbeitung eingeben konnten. Wenn ich mal Bilder davon wiederfinde, werde ich diese mal hier einstellen.
Zur Zeit bin ich Netzwerker / Systembetreuer für Windowsnetzwerke.
Das wars fürs erste, Gruß aus Kiel

EarlyAdopter
12.12.2005, 22:09:41
Hallo & Willkommen Pauly!

... und unser 2.000er Teilnehmer biste auch noch.
Congratulations! :)

Gruß EA

B767
13.12.2005, 07:43:14
Ja hallo zusammen,

selten wieder mal so in Erinnerungen geschwelgt, wie bei diesem Thema. Hier meine kleine Historie:
- C64 zuerst mit Datasette, dann mit der 1541 Floppy

- C128D (mit eingebautem 1571er LW), dann noch eine RAM-Erweiterung mit 512KB), die auf sieben Speicherbänke aufgeteilt war. Hierdurch konnten meine Programme von Floppy zur RAM-Disk kopiert werden, um die 1571er wieder frei für Datendisketten freizukriegen.

- 486er mit 33Mhz, 4MB RAM, 128MB Platte (kriegste nie voll, sagte der Händler), dieser PC rief bei meinen Bekannten damals große Augen hervor (Bo ey, 33Mhz, wat geil!). Dieser PC mit Windows 3.1 war nach den Commodore 'Rechnern' eine ernorme Umstellung.

Was man mit diesen Geräten alles geamcht hat, würde Seiten füllen, was sie gekostet haben, würde mein Konto wieder auffüllen. Aber ohne diese Erfahrungen würde ich vielleicht heute keinen PC oder die 740 kennen, da ich beruflich aus einer anderen Sparte komme. In meiner jetztigen Tätigkeit kann man allerdings sagen, das diese private Leidenschaft überhaupt die Grundlage stellt, denn ohne PC Kentnisse ist heute nunmal nix los.

Grüsse
B767

LittleOpossum
13.12.2005, 11:23:38
Nachdem ich mir das ganze so durchgelesen hab, kann ich mich einfach nicht zurückhalten und muss auch meinen Senf dazu geben.

Meine erste Begegnung mit einem Computer war ein KC 87 darauf folgend der KC 85/3 und KC 85/4. Ich vermute mal das das vielen kein Begriff ist deshalb mal zum nachgucken und für technische Daten:
http://www.uni-leipzig.de/urz/museum/kc85.html
http://www.uni-leipzig.de/urz/museum/kc87.html
Als "neuer" Bundesbürger blieb mir der Zugriff auf die anderen hier genannten Geräte verwehrt und ich musste daher mit "sozialistischen Allgemeingut" vorlieb nehmen. Aber so schlecht waren die aus meiner Sicht auch nicht. Im Keller steht son Ding noch rum, würde mich mal interessieren ob das noch funzt.

Nun ja, direkt nach der feindlichen Übernahme, so um 1990 rum denke ich ;-), hatte ich dann meine Selbstfindungsphase und alles mitgenommen was mir unter die Finger kam. C64, C128, irgendein Sinclair, Schneider PC XT, Amiga 500 und Atari. Schlußendlich landete ich dann doch beim PC. Den Anfang machte ein schnuckeliger 286er mit 1MB RAM und 30 MB (man war ich der Held damals und erst recht nachdem ich auf 2 MB aufgerüstet hatte). Danach dann diverse andere PCs (386/33MHz,486DX2 66,AMD 166 MHz-->350MHz -->700MHz-->1333MHz) tja und nun ziert ein 3,2GHz Bolide meinen Schreibtisch und Word ist trotzdem nicht schneller als vor 10 Jahren.

Da lob ich mir doch unsere Box, die ihren Job, wenn auch manchmal gemächlich (aber dabei lautlos), macht. Aber ich habs nicht eilig und was lange währt wird gut.

Ach ja die gute alte Zeit ....
verträumte Grüße LittleOpossum

borg
13.12.2005, 15:53:21
Ich finde es immer wieder klasse, zu erfahren, was man in dem "anderen Deutschland" so in dem Bereich gemacht, gedacht und besessen hatte. Klar, in diversen Webseiten werden immer mal wieder die Ostmodelle Vorgestellt. Aber es fehlt unsereins einfach die Vorstellung, was damal so in der DDR abging - genauso wie einer der heutigen Netzwerkparty-Kids sich kaum vorstellen kann, wie es bei einer Computersession Anfang der 80er zuging. Für mich persönlich schränkt sich das Ostcomputerwissen auf einige interessante Gespräche mit den DDR-Vertretern auf der C-Bit ein - im Gegensatz zu den Bunnys bei Westständen hatten an den Ständen der Ostanbieter wenigstens alle "Fachwissen" über ihre Angebote. Optisch waren Robotron und Co. zwar immer etwas antiquiert, aber wenn es um Robustheit ging, konnte ihnen kein Sharp o.Ä. das Wasser reichen. Ach ja, die Stände waren meist immer frei zugänglich, wärend an Ständen wie US-Robotic oder Commodore Massen drum rum standen.


tja und nun ziert ein 3,2GHz Bolide meinen Schreibtisch und Word ist trotzdem nicht schneller als vor 10 Jahren.

Da gibts einen kleinen Tipp:
Bei mir laufen mittlerweile auch 2 und 3 GHz (Nachdem die HW immer mal den Geist aufgab). Aber bei den meisten läuft noch Win98se, Office97 und Versionen von Adobe Premiere oder Potoshop aus der Zeit vor dem Jahrtausendwechsel. Premiere rendert auf den heutigen schnellen Rechnern fast in Echtzeit. Und für meine Zwecke reichen die "alten" Programme - Originale übrigens!

Thorvard
14.12.2005, 00:09:46
Für mich persönlich schränkt sich das Ostcomputerwissen auf einige interessante Gespräche mit den DDR-Vertretern auf der C-Bit ein - im Gegensatz zu den Bunnys bei Westständen hatten an den Ständen der Ostanbieter wenigstens alle "Fachwissen" über ihre Angebote. Optisch waren Robotron und Co. zwar immer etwas antiquiert, aber wenn es um Robustheit ging, konnte ihnen kein Sharp o.Ä. das Wasser reichen. Ach ja, die Stände waren meist immer frei zugänglich, wärend an Ständen wie US-Robotic oder Commodore Massen drum rum standen.

Jo, am Robotron Stand hing man auch bei jeder CeBit damals ab, die Leute waren nett drauf, es gab für uns auch freigetränke. War so zur C64 Zeit (ca 1984?). Die Jungs von Robotron waren so schlau und hatten auch nen C64 mit Floppy organisiert die wir nutzen konnten um Software zu tauschen (damals war das noch nen Kavaliersdelikt und wir wussten es nicht besser). Naja, von einigen Programmen wollten die Jungs auch ne kopie haben, hauptsächlich Anwendungsprogramme... vermutlich gabs dann die Programme nen halbes Jahr später für die Robotron Rechner oder ähnliches... über sowas wie Wirtschaftsspionage dachte man in dem Alter aber nicht nach. :rolleyes:

LittleOpossum
14.12.2005, 09:39:30
@borg
Tja was ging da so ab!? Zuerst mal war es schier unmöglich sich also normaler Bürger solch ein Gerät zu leisten. Zum einen wegen der Preise und zum anderen weil es sie schlichtweg fast nicht zu kaufen gab. (Vielleicht gabs ja darauf auch ne Wartezeit wie auf den Trabant). War aber auch nicht weiter tragisch, da die Jugendförderung damals noch groß geschrieben wurde, konnte man (ich) in sogenannten Arbeitgruppen sich mit dem jeweils favorisierten Themen beschäftigen. Eben auch mit Computern. Klar gezockt wurde da auch zwar nicht im Netz aber war auch so geil. Ich kann mich noch ziemlich gut an Boulderdash erinnern. Hätte damals nie gedacht das man sone Grafik mit der Kiste (KC 85/4) hinbekommt. Naja und nebenbei wurde ein wenig Basic programmiert und wenn man Glück hatte waren die "großen" Robotron's frei und du durftest ein paar Zeilen Pascal hacken die Du mit ein bißchen Glück auf die Gruppendiskette speichern konntest.


Optisch waren Robotron und Co. zwar immer etwas antiquiert, aber wenn es um Robustheit ging, konnte ihnen kein Sharp o.Ä. das Wasser reichen.

Hey der KC 85/4 hatte immerhin schon fast HiFi Format im dezenten Grau. :D Mit den entsprechenden Erweiterungsteilen (natürlich farblich und stylistisch passend) konnte man dann auch schöne Türmchen aufbauen, ich glaube der WAF wäre höher als bei den heutigen Brocken. Aber stimmt robust waren die, die Tastatur ließ sich nur mit hammerschlaggleichen Tastenanschlägen ordentlich bedienen.



Da gibts einen kleinen Tipp:
Bei mir laufen mittlerweile auch 2 und 3 GHz (Nachdem die HW immer mal den Geist aufgab). Aber bei den meisten läuft noch Win98se, Office97 und Versionen von Adobe Premiere oder Potoshop aus der Zeit vor dem Jahrtausendwechsel. Premiere rendert auf den heutigen schnellen Rechnern fast in Echtzeit. Und für meine Zwecke reichen die "alten" Programme - Originale übrigens!

Stimmt und zusätzlich gibts sicherlich kaum noch Viren Trojaner etc. die mit einem 98 SE was anfangen können. Nur als Softwareentwickler schätze ich es schon das mir nicht das ganze System wegraucht wenn ich mal mehr oder weniger böswillig oder aus einfacher Blödheit ein Programm quer durch den Speicher schiebe. Da verhält sich XP doch oft kulanter. Aber ansonsten hast Du recht, was nutzen bunte Menus wenn damit nur Mist überdeckt wird.

Ich jedenfalls, bin auf die Zukunft gespannt. Mal sehen was uns da noch so bevorsteht.

Grüße Little Opossum

ChiefBroady
14.12.2005, 10:00:35
Bei den meisten Computern hier kann ich mit meinen jungen Jahren garnet mitreden.

Ich hab mit einem Atari 130XE (gebraucht) angefangen, mit Datasettenlaufwerk. Anschließend hatte ich dann einen C64 II mit 1541 II Floppy (4 Laufwerke in meinen "Hochzeiten" *fg*).

Danach kam ein 486DX2/80 mit wahnsinnigen 4MB Ram, später sogar 8MB und 545er Festplatte...

LaLeLu
14.12.2005, 11:04:18
Zuerst hatte ich einen programmierbaren Taschenrechner von Texas Instruments,
dann einen C64 mit Datasette, auf dem locker eine Getriebekalkulation programmiert werden konnte und die Textverabeitung auch prima funktionierte, schließlich war ja eine elektrische Schreibmaschine angeschlossen!

Anschließend war ich der König mit meinem Atari ST und einer SCSI-Festplatte mit der gigantischen Größe von 40 MB. Die war niemals vollzukriegen!!!!

Ach ja, und Cobol hab' ich mit Lochkarten gelernt.

1701D
14.12.2005, 11:34:34
[...]

Ach ja, und Cobol hab' ich mit Lochkarten gelernt.


*SCHAUDER*
Cobol gehörte bei mir zur Ausbildung.
Die einzige mir bekannte 3GL Programmiersprache, die erforderte, dass Schlüsselwörter bei einer bestimmten Spalte beginnen und keinerlei lokale Variable kannte... (Zumindest bei ANSI74)

Wobei ich wetten würde, dass bei mancher Bank/Versicherung noch so manches Cobol-Programm läuft, dass keiner traut anzufassen weil der ursprüngliche Programmierer mittlerweile an Altersschwäche gestorben ist ;)

Gruß

Klaus

LaLeLu
14.12.2005, 11:44:50
Wobei ich wetten würde, dass bei mancher Bank/Versicherung noch so manches Cobol-Programm läuft, dass keiner traut anzufassen weil der ursprüngliche Programmierer mittlerweile an Altersschwäche gestorben ist ;)Ich halte auf gar keinen Fall dagegen.

Beppo Boppel
14.12.2005, 15:18:23
Die einzige mir bekannte 3GL Programmiersprache, die erforderte, dass Schlüsselwörter bei einer bestimmten Spalte beginnen und keinerlei lokale Variable kannte... (Zumindest bei ANSI74)

Wobei ich wetten würde, dass bei mancher Bank/Versicherung noch so manches Cobol-Programm läuft, dass keiner traut anzufassen weil der ursprüngliche Programmierer mittlerweile an Altersschwäche gestorben ist ;)


Auf der IBM- i5 alias iSeries alias AS/400 ist RPG-Programmierung heute noch üblich.
Das stammt, wie Cobol und Ich von Anfang der 60er und ist noch viel stärker Spaltenorientiert als Cobol. Ursprünglich wurde es für Lochkartensysteme entwickelt.

Ich treffe auch regelmässig noch in freier Wildbahn lebende Exemplare der Spezies, die dieses Idiom nicht nur beherrschen, sondern auch Muttersprachlich einsetzen.
Leider sind sie sehr scheu und ich kann keine Fotos hochladen. :)

1701D
14.12.2005, 15:46:10
Auf der IBM- i5 alias iSeries alias AS/400 ist RPG-Programmierung heute noch üblich.
Das stammt, wie Cobol und Ich von Anfang der 60er und ist noch viel stärker Spaltenorientiert als Cobol. Ursprünglich wurde es für Lochkartensysteme entwickelt.

RPG hab ich auch (so vier Wochen) mal gemacht.... Ist das nicht schon 4GL?? Ist doch mehr schon eine Abfragesprache für Datenbanken. (Zumindest auf der AS/400).

Ach die AS/400 *SEUFZ* Selten ein so zuverlässiges und einfach zu bedienendes 'Arbeitstier' gesehen. Ich kenne nur ein System, dass ähnlich einfach gestrickt ist und das ist die Nixdorf 8870. Wenn man danach mit Unix arbeitet ist das wie ein Sprung in die Steinzeit.......



Ich treffe auch regelmässig noch in freier Wildbahn lebende Exemplare der Spezies, die dieses Idiom nicht nur beherrschen, sondern auch Muttersprachlich einsetzen.
Leider sind sie sehr scheu und ich kann keine Fotos hochladen. :)

*ROFL*

Gruß

Klaus

Beppo Boppel
14.12.2005, 16:13:30
RPG hab ich auch (so vier Wochen) mal gemacht.... Ist das nicht schon 4GL?? Ist doch mehr schon eine Abfragesprache für Datenbanken. (Zumindest auf der AS/400).


Natürlich hat das Baby seit seiner Geburt einiges dazu gelernt und sich, wie wir, nicht nur optisch, sondern teilweise sogar vorteilhaft verändert.
Es hat gelernt, sich nicht nur über Lochkarten zu verständigen sondern verträgt sich bestens mit Datenbanken und anderem neumodschen Kram.
Vielleicht heisst es ja auch RPG IV um dem Anspruch 4GL zu sein, Nachdruck zu verleihen.
Seit ich auf der IBM /34 RPG II gelernt habe (1980) ist allerdings erst eine Generation vergangen.
Andererseit gab es zu der Zeit auch schon RPG III auf der /38 also passt es doch wieder.
(Wenn du den Kunden nicht überzeugen kannst, verwirre ihn.)



Ach die AS/400 *SEUFZ* Selten ein so zuverlässiges und einfach zu bedienendes 'Arbeitstier' gesehen. Ich kenne nur ein System, dass ähnlich einfach gestrickt ist und das ist die Nixdorf 8870. Wenn man danach mit Unix arbeitet ist das wie ein Sprung in die Steinzeit.......

Genau, man lasse die bunten Gimmicks weg und konzentriere sich auf das wesentliche, dazu ein strukturiertes Systemkonzept und schon läufts.
Wobei ich behaupten würde, dass die Einfachheit des Systems in der Darstellung nach aussen und der Handhabung liegt.

Das System an sich ist durchaus komplex und damit anders als die 8870 ;)

Ich halte das Grundkonzept der Baureihe von der schrägen /3 von 1970 bis zur i5 von heute tatsächlich für einzigartig.

borg
14.12.2005, 23:39:48
@borg
Stimmt und zusätzlich gibts sicherlich kaum noch Viren Trojaner etc. die mit einem 98 SE was anfangen können. Nur als Softwareentwickler schätze ich es schon das mir nicht das ganze System wegraucht wenn ich mal mehr oder weniger böswillig oder aus einfacher Blödheit ein Programm quer durch den Speicher schiebe.
Tja, mein Hauptrechner läuft bei mir 24/7, dient auch noch so als Printserver und
für die Webcam. Auch PVRPilot hat er bis jetzt gut verkraftet ;).
2x mal in der Woche lasse ich ihn automatisch einen Neustart machen, thats it. Programmieren ist aber aus Zeitgründen nicht mehr viel bei mir, ausser für die Webseite.


*SCHAUDER*
Cobol gehörte bei mir zur Ausbildung.

Das habe ich mir freiwillig in den Semesterferien mal bei Kienzle angetan. Habe es nicht bereut. Nach Basic und Pascal war es mal eine Sprache die auch heute noch in bestimmten Kreisen geschätzt wird. Ich mache es zwar nicht mehr aktiv, aber es ist immer gut, wenn man mal bestimmen Leuten über die Schulter schauen kann und so den einen oder anderen Tipp loswerden kann. Der Überraschungseffekt ist nicht zu unterschätzen.
Aber wie bei Fremdsprachen auch, wenn man aus der Praxis drausen ist, lässt der Geist massiv nach....



Ach die AS/400 *SEUFZ* Selten ein so zuverlässiges und einfach zu bedienendes 'Arbeitstier' gesehen. Ich kenne nur ein System, dass ähnlich einfach gestrickt ist und das ist die Nixdorf 8870.
Nixdorf hatte ja auch nette Sachen. Und wenn man überlegt, was man so mit einem einfachen BNC angefangen hatte? Wie so eine Bankfiliale damals ausgesehen hatte. Heute hat zwar jeder einen PC, Netzwerk etc. aber man hört häufiger denn je "Im Moment hängen gerade die Computer, wir müssen warten... "

Wir haben in den letzten 20 Jahren mehr Entwicklungstechnisch erlebt, wie man früher in einem ganzen Leben verfolgen konnte. Im Osten wie im Westen.

elseif
15.12.2005, 06:57:41
*SCHAUDER*
Cobol gehörte bei mir zur Ausbildung.
Bei mir auch....


The use of COBOL cripples the mind; its teaching should, therefore, be regarded as a criminal offence.
(The Netherlands, June 1975)

Thorvard
15.12.2005, 11:05:25
*SCHAUDER*
Cobol gehörte bei mir zur Ausbildung.

Also meine Ausbildung war recht klassisch: Pascal, 68k Assembler und SPS Programmierung (nein, damit is nicht dieser Finanzkram gemeint, sondern Fahrstuhl, Ampel, Maschienensteueranlagen).
Da ich schon inner Schule Pascal hatte und privat 68k Assembler gecoded hatte machte ich die Hausaufgaben inner Pause und bei den Klassenarbeiten gings nicht darum ne 1 zu schreiben sondern wer zuerst fertig war und ne 1 hatte, ich ging mit dem Programmierer von 'Fate - Gates of Dawn' (vielleicht sagt das ein paar Leuten noch was) in eine Klasse. Hatte mit ihm nen Wettbewerb laufen, wer als zweiter fertig war musste dem ersten ne Cola ausgeben :)

Anner Uni kam dann Modula, C(++), tcl/tk und Miranda (funktionelle Sprache) dazu.

Meine Rechnerlaufbahn war:
VC-20 für 899 DM + Datasette für 225 DM, rechnung noch vorhanden ;)
C64, Amiga 1000, 386er, Amiga 4000/25, 486er, diverse PCs und heutzutage nen Athlon 64 overclocked bis geht nicht mehr :D

borg
15.12.2005, 16:12:44
SPS Programmierung (nein, damit is nicht dieser Finanzkram gemeint, sondern Fahrstuhl, Ampel, Maschienensteueranlagen).

Speicher Programmierte Steuerung, da gab es doch auch von Siemens so ein nettes Teil. Weiss nicht mehr wie es hiess, aber unsere Fischertechnik-Paketsortieranlage funktionierte gar nicht schlecht.