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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : DeInterlacing



metalmaster81
13.01.2005, 20:01:44
Habe seit heute bei aufgenommenen Sendungen in Cutterman extreme Kammeffekte bei schnellen Bewegungen festgestellt. Bis gestern hatte ich überhaupt kein Problem damit.... Kann mir jemand ein gutes De-Interlacing Tool empfehlen oder ist es in einem der verbreiteten Programme enthalten ? möglichst Freeware...

Danke für Antworten

Wocker
14.01.2005, 16:04:56
Das ist doch bloß in der Vorschau von Cuttermaran.

Kann ich bestätigen.
Hatte damit zuerst auch die schlimmsten Befürchtungen, aber nach dem Schnitt und muxen ist alles wieder bestens.

president
21.01.2005, 16:51:37
Ein PAL Bild wird mit 25 Bildern/Sek. und 50 Halbbildern/Sek. abgespielt. D.h., ein PAL Bild besteht aus sogenannten Feldern. Odd und Even Fields (ungerade und gerade). Ein Videobild wird in Halbbildern aufgezeichnet. Deshalb ist im Standbild der »Kammeffekt« sichbar, speziell bei starken Bewegungen, da jedes Halbbild sozusagen ein neues Bild in Folge beinhaltet. Ein Filmbild auf Video übertragen besteht dann zwar auch aus 2 Feldern, jedoch sieht es im Standbild besser aus, da nicht in Feldern, sondern in Vollbildern (progressiv) aufgenommen wurde, d.h., jedes »Feld« beinhaltet die gleiche Bewegungsinformation. Ein progressives Filmbild mit Bewegungsunschärfe wirkt dynamischer und natürlicher, als ein steriles 50 Hz Videobild. Wenn man eine Video-Sequenz auf dem PC Monitor betrachtet, wirkt diese durch den Interlace-Effekt »fehlerhaft«. Bei einer Darstellung über Quicktime oder Mediaplayer sollte man deshalb das Bild mit einem ausgefeilten Algorithmus deinterlacen. Ein guter Deinterlace Filter entfernt nicht ein Feld, sondern vergleicht die Bilder und interpoliert die Felder, damit die vertikale Auflösung nicht verschlechtert wird. Wenn man also Videobilder für die Siemens Box weiterverarbeitet, sollte man sich nicht von der Darstellung auf dem Monitor verunsichern lassen. Bei der Weiterverarbeitung in einem Compositing Tool (z.B. After Effects) muss man aber darauf achten, dass man die Sequenz mit Upper-Field first importiert. Danach wird nur ein Halbbild dargestellt, aber intern wird die Sequenz in Feldern verarbeitet. Alle Arten von Effekten auf ein Videobild benötigen also eine Trennung der Felder und werden später auch mit 50 Halbbilder gerechnet. Sobald man eine Videosequenz im Vollbildmodus manipuliert (z.B. blurrt oder einen Filter darüberlegt), werden die Felder »zerstört« und alle Bewegungen im Bild wirken auf einem Fernseher u.a. »fehlerhaft«.