Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wirklich USB 2.0 ???
stkas
18.01.2005, 12:14:01
Hallo Leute,
ich habe die Box seit circa 2 Wochen und bin mit dem Gerät und dem Konzept
2 Receiver die wahlfrei aufnehmen, wiedergeben (auf Platte, Netzwerk) können sehr zufrieden.
Ich betreibe die Box mit externer USB Festplatte (Universelles USB 2.0/Firewire Gehäuse mit 80 GB von Maxtor) und/oder Netzwerk (via Kabel) und alle Funktionen/Einschränkung/Fehler sind in den FW Versionen so wie Ihr sie in dem Forum beschreibt.
Dafür dickes Lob.
Ihr leistet hier eine wirklich tolle Arbeit als Betatester für Siemens.
Und meiner Meinung nach wäre das Mindeste, dass sich Siemens dafür mit einer richtig guten neuen FW Version Ende Januar bedankt.
Jetzt zu meiner Frage:
Ich bin mir nicht sicher, ob die Festplatte wirklich mit einem USB 2.0 Treiber angesprochen wird. Wenn ich nämlich auf der Box mit dem cp-Befehl von einem Verzeichnis auf der Festplatte in ein anderes Dateien kopiere, braucht das für 1GB ungefähr 20 Minuten also (~870Kb/s). Dieser Wert erinnert mich mehr an die 11Mbit von USB 1.1 als an 480Mbit von USB 2.0.
Andererseits kann ich zwei Filme parallel aufnehmen und dabei einen anderen, der auch auf der USB HD liegt, ansehen. Dies ging mit USB 1.1 definitiv nicht.
Und an meinem USB-Festplattengehäuse brennt die LED für USB 2.0 (Highspeed). Was darauf hindeutet, dass zumindest das HW Interface 2.0 ist.
Kann es sein, dass die Aufnahme/Wiedergabe SW die Betriebsystemroutinen umgeht und irgendwie direkt auf die Platte zugreift?
Dies würde auch erklären, warum per TELNET keine höheren Datenraten zustandekommen.
Ich kenne mich leider nicht gut mit Linux aus um aus den vorhandenen Dateien näheres schließen zu können.
MfG
Stefan
brixmaxx
18.01.2005, 12:56:52
Hi !
Du brauchst Dich auch nicht wirklich mit Linux auszukennen ... das Problem wurde hier auch schon an mehreren Stellen angesprochen: Wo keine Power ist, kann auch keine mehr wachsen :D
Bei Deiner Copy-Aktion wird der meiste Teil der Arbeit vom Prozessor der Box verrichtet - und da kommen dann gleich zwei Dinge ins Spiel:
1. Das Ding ist relativ schmallbrüstig ( hab´ die genauen Specs jetzt gerade nicht greifbar, finden sich aber auch hier irgendwo im Forum ... ) - was von der Auslegung her auch grundsätzlich Sinn macht: Mehr Power bedeutet in den meisten Fällen leider auch mehr (Ab-)Wärme ... und die wenigsten hier würden eine Fernseh-Box mit drei lauten Lüftern oder gar eine Wasserkühlung toll finden, oder ?? *g*
2. Der Prozessor ist für die Verarbeitung von Video-Strömen optimiert - nicht für das Betreiben eines Betriebssystems und das Kopieren von Dateien !! ... D.h. mit Deiner Copy-Aktion läßt Du ihn etwas machen, was er nicht wirklich gut kann - und ich denke, da bist Du im echten Leben bestimmt auch bei manchen Sachen langsamer als ein Profi auf dem jeweiligen Gebiet ...
Mit dem Treiber für die Hardware dürfte es eigentlich nur sehr wenig zu tun haben ... allenfalls steckt da noch ein bisschen Optimierungspotential drin - aber das es eine Ansteuerung auf USB2.0-Basis ist, hast Du Dir rein analytisch ja schon recht gut selbst beantwortet ...
Ich finde wirklich, das sich einige - und das geht jetzt nicht personell gegen Dich - mit einigen Gedanken bezüglich der Box ein wenig mehr auf die Realität besinnen sollten ... bei manchen Ideen bzw. Leistungsanforderungen kommt mir unweigerlich immer wieder der Gedanke, daß sich diejenigen doch besser eine eigene Box auf Basis von einer VDR-Distri aufbauen sollten - dann wird denjenigen vermutlich auch klar, daß man nicht alles unter einen Deckel bekommt ohne entsprechend viel zu Basteln, oder viel Geld auszugeben, oder mit dem Lärm eine vollwertigen High-End-PCs ohne besondere Kühlmaßnahmen ( wieder Basteln oder Geld ) zu leben ...
Oli ...
stkas
19.01.2005, 19:31:46
Bei Deiner Copy-Aktion wird der meiste Teil der Arbeit vom Prozessor der Box verrichtet - und da kommen dann gleich zwei Dinge ins Spiel:
1. Das Ding ist relativ schmallbrüstig ( hab´ die genauen Specs jetzt gerade nicht greifbar, finden sich aber auch hier irgendwo im Forum ... ) - was von der Auslegung her auch grundsätzlich Sinn macht: Mehr Power bedeutet in den meisten Fällen leider auch mehr (Ab-)Wärme ... und die wenigsten hier würden eine Fernseh-Box mit drei lauten Lüftern oder gar eine Wasserkühlung toll finden, oder ?? *g*
Als wenn ich mit TOP die CPU-Auslastung abfrage liegt die beim kopieren bei circa 25%. Ich würde sagen damit ist sie weit davon entfernt die CPU wirklich ins Schwitzen zu bringen.
Zum Thema Kühlkonzept würde ich sagen. Da haben die Siemenser bewiesen dass sie keine Ahnung von so was haben. Wenn das Konzept darin besteht der Wärme soviel Raum zu geben dass sie sich über die Luft gemütlich verbreiten kann. Naja :-)
Ich entwickele seit 15 Jahren Embedded Systeme für den Temperaturbereich von -40 bis 85 Grad Celsius ohne Forced Cooling und kann nur sagen, da gibt es klevere Lösungen ohne Lüfter und Wasser für wenig Geld.
2. Der Prozessor ist für die Verarbeitung von Video-Strömen optimiert - nicht für das Betreiben eines Betriebssystems und das Kopieren von Dateien !! ... D.h. mit Deiner Copy-Aktion läßt Du ihn etwas machen, was er nicht wirklich gut kann - und ich denke, da bist Du im echten Leben bestimmt auch bei manchen Sachen langsamer als ein Profi auf dem jeweiligen Gebiet ...
Da hast du gewiss Recht, dass der Prozessor für Video-Ströme optimiert ist. Aber wie bereits oben gesagt am Prozessor liegt es nicht, sondern an der Transferrate zur Platte.
Mit dem Treiber für die Hardware dürfte es eigentlich nur sehr wenig zu tun haben ... allenfalls steckt da noch ein bisschen Optimierungspotential drin - aber das es eine Ansteuerung auf USB2.0-Basis ist, hast Du Dir rein analytisch ja schon recht gut selbst beantwortet ...
Also ich kann keinen Enhanced USB Treiber (2.0) in der Box finden. Nur die 1.1 Treiber sind als .o Dateien vorhanden. Für mich ist das ein SW Problem par Excellance.
Ich finde wirklich, das sich einige - und das geht jetzt nicht personell gegen Dich - mit einigen Gedanken bezüglich der Box ein wenig mehr auf die Realität besinnen sollten ... bei manchen Ideen bzw. Leistungsanforderungen kommt mir unweigerlich immer wieder der Gedanke, daß sich diejenigen doch besser eine eigene Box auf Basis von einer VDR-Distri aufbauen sollten - dann wird denjenigen vermutlich auch klar, daß man nicht alles unter einen Deckel bekommt ohne entsprechend viel zu Basteln, oder viel Geld auszugeben, oder mit dem Lärm eine vollwertigen High-End-PCs ohne besondere Kühlmaßnahmen ( wieder Basteln oder Geld ) zu leben ...
Ich denke dass die Forderung auf der USB Platte liegende Filme irgendwie über das Netzwerk auf den PC zu bekommen, ohne dazu jedesmal die Platte abzustöpseln und an den PC zu tragen, durchaus legitim ist.
1. Die Box ist nur mit USB HD richtig leistungsfähig. Genug Erfahrung hierzu gibt es in diesem Forum.
2. Filme müssen zum aufzeichnen auf DVD zunächst am PC weiterverarbeitet werden. Es sei denn Du willst sie analog auf dem VCR aufnehmen. Dann brauchst du aber eigentlich die Box nicht und kannst 200 Euro sparen.
3. Es gibt über das GUI keine Möglichkeit einen Film von USB Platte auf einen Netzwerkshare zu kopieren.
Ich denke dabei an folgendes: Unter Aufnahmen einen Film auswählen, Grüne Taste drücken (in FW 1.18) nicht belegt. Einen Netzwerkshare (PC1-PC5) auswählen und OK drücken. Der Film ist dann nach einer Zeit X (hoffentlich kleiner als die Spieldauer des Filmes) auf dem PC.
Wie Siemens das löst über Copy oder über einen der Streaming Kanäles des Prozessors ist mir als Nutzer eigentlich völlig egal.
Ich will mich eigentlich gar nicht mit dem Linux auf der BOX auseinandersetzten. Ich will nur Fernsehen, Filme aufzeichnen/wiedergeben und ab und an einen auf DVD archivieren. Also das ganz normale Programm.
Ich bin immer noch der Meinung, das die BOX potential zum kommerziellen Erfolg hat, wenn Siemens die Grundbedürfnisse abdeckt und ein wenig auf Ihre Kunden eingeht.
Gruß
Stefan
brixmaxx
19.01.2005, 21:47:12
Also ich kann keinen Enhanced USB Treiber (2.0) in der Box finden. Nur die 1.1 Treiber sind als .o Dateien vorhanden. Für mich ist das ein SW Problem par Excellance.
Ich denke, da läßt sich rein rechnerisch sehr schnell das Gegenteil nachweisen - man braucht es nur zu überschlagen: 3 DVB-T Ströme ( z.B. 1x Aufnehmen, 1x Timeshift = 2 Ströme ) brauchen zusammen ungefähr 1,5 MB / Sek. in Spitzenzeiten ... das habe ich auch mehrfach an einem PC mit Netzwerk-Share und -Monitor nachvollziehen können - wenn man zwischendurch noch wie wild "spult" kommt man auch mal kurzfristig drüber ( bis ca. 1,7 MB / Sek. ) ... Beim Lesen/Schreiben dieser Ströme auf eine Platte am USB-Anschluß kommen dazu noch die Steuerungsinformationen für die Platte ( Sektoradressierung, Directory-Verwaltung usw. - muß ja von der Box dann miterledigt werden ... ) und schwupps bist Du sogar dauerhaft über den 1,5 MB ... und bei denen ist mit USB 1.1 dem Standard nach auf jeden Fall Schluß !!
Da die Box das aber wohl bei allen hier ohne Probleme leistet, vollbringt sie entweder ständig kleine Wunder oder arbeitet eben doch nach USB 2.0, nur vielleicht nicht gerade besonders leistungsfähig, oder ? ;)
1. Die Box ist nur mit USB HD richtig leistungsfähig. Genug Erfahrung hierzu gibt es in diesem Forum.
Das kann ich so absolut nicht unterschreiben !!! ... Da ich beides zur Genüge ausprobiert habe ist meine Meinung ganz klar, daß die Box wesentlich angenehmer funktioniert, wenn sie die Daten auf ein Netzwerk-Share schreibt !!!
Der Menüaufbau und die Reaktion auf alle Fernbedienungsbefehle geschieht bei Verwendung eines Shares meiner Meinung nach bedeutend schneller - für mich war das im zweiten Anlauf sogar der Grund von einer reinen USB-Lösung auf eine NAS-Lösung umzusteigen !!!
Das Einzige, was langsamer ist über das Netzwerk sind alle Kommandos die mit der Änderung der Zugriffsart auf die Stream-Daten zu tun haben, also z.B. Geschwindigkeitswechsel beim Abspielen/Spulen oder Start/Stop-Kommandos ... das ist aber auch wiederum recht einfach zu erklären, da hierfür zwar die Box "mal eben" einfach ein neues Kommando mit anderem Zugriffsmuster an den Server schickt, dieser das aber eben erst einmal umsetzen muß und es dabei zu einer gewissen Reaktionszeit kommt, die dann durch die Latenzzeiten im Netz tatsächlich länger ausfällt als bei direktem Zugriff auf die USB-Platte ... andersherum ist es eben auch total einfach zu erklären, warum die Box mit der Ansteuerung der USB-Platte langsamer ist: zusätzlich zur Koordination der Ströme müssen nämlich dann die Kommandos zum Speichern/Laden nicht nur einfach über das Netzwerk abgeschickt werden, sondern auch noch in USB-Kommandos umgesetzt werden - und vor allem muß dabei die Box auch noch die Verwaltung der Platte ( Sektoring, Directory ... ) übernehmen, eine Aufgabe die ihr ansonsten der Server eines Shares dankbar abnimmt ...
Nur mal so als Gedanken am Rande ;)
2. Filme müssen zum aufzeichnen auf DVD zunächst am PC weiterverarbeitet werden. Es sei denn Du willst sie analog auf dem VCR aufnehmen. Dann brauchst du aber eigentlich die Box nicht und kannst 200 Euro sparen.
Ich will sie einfach nur schnell im Zugriff haben, Komfortmerkmale wie Timeshifting nutzen und sonst nix - da konnte ich dann doch keine 200 Euro sparen :rolleyes: ... und die Weiterverarbeitung am PC ist mir ehrlich gesagt viel zu lästig für das Ergebnis: Da mache ich mir dann selbst im schnellsten Fall mit Umkopiererei, De- und Muxerei und anschließendem Brennen vermutlich mindestens eine Stunde Arbeit wenn ich auch noch die lästige Werbung rausschneiden will !! - Wenn ich das mal mit einem auch nur mittelmäßigem Stundenlohn ansetze und noch den Preis für den DVD-Rohling und anteilige Brenner-Kosten reinrechne, komme ich sehr schnell zu dem Ergebnis, daß ein Film der mir dermaßen gefällt als Kauf-DVD maximal das Gleiche kostet ( Und keine Bange: Ich kauf´ die Dinger tatsächlich und habe mehrere hundert Originale plus null Raubkopien die ich verabscheue ! ), mich aber noch Zeit spart und obendrein mit Zusatzmaterial ( ja, mich interessiert das ! ), Original-Sprache ( Schaue meist eh nur noch in Englisch ! ) und vor allem auch noch ohne Senderlogo in der Ecke und besserer Bildqualität daherkommt ... für mich läßt das als einzigen Grund die aufgenommenen Sendungen auf DVD zu brennen statt sie irgendwann nach dem Ansehen zu löschen eigentlich nur zu, daß es sich um einzigartige, nur im Fernsehen ausgestrahlte Serien/Dokus handelt - dafür würde ich mir vielleicht auch die Arbeit machen, denke aber, daß es sich von der Anzahl her in sehr sehr überschauberen Regionen bewegen wird ;)
Ich denke dass die Forderung auf der USB Platte liegende Filme irgendwie über das Netzwerk auf den PC zu bekommen, ohne dazu jedesmal die Platte abzustöpseln und an den PC zu tragen, durchaus legitim ist.
...
3. Es gibt über das GUI keine Möglichkeit einen Film von USB Platte auf einen Netzwerkshare zu kopieren.
Ich denke dabei an folgendes: Unter Aufnahmen einen Film auswählen, Grüne Taste drücken (in FW 1.18) nicht belegt. Einen Netzwerkshare (PC1-PC5) auswählen und OK drücken. Der Film ist dann nach einer Zeit X (hoffentlich kleiner als die Spieldauer des Filmes) auf dem PC.
Die Forderung ist legitim, absolut ... auch wenn sie meiner Meinung nach bereits hart an der Grenze zu einem Wunschdenken liegt, daß viele nachdem sie die Specs der Box gelesen hatten entwickelt haben ... es steht ja schließlich nirgendwo das das Ding mehr als ein Empfänger/Abspielgerät ist - Medienzentrale/Verwaltung hab´ ich nirgendwo gelesen, auch wenn´s von den Specs her denkbar ist, sinnvoll erscheint und bestimmt locker machbar wäre !!!
Nicht falsch verstehen: Das geht hier nicht gegen genau Deine Idee - im Gegenteil !!! ... Mir wird nur manchmal schwummerig, wenn ich hier lese, was manche Leute denken, daß es die Box eigentlich schon vor ihrer Auslieferung hätte können sollen - für die 240 EUR die das Ding dann kostet derzeit ... (*Ironie-AN*) Ich warte eben nur noch auf denjenigen, der sich auch noch wünscht, daß die Kiste das Gucken der Sendungen für den Benutzer auch noch mit übernimmt (*Ironie-AUS*) ... Deine Idee finde ich für Benutzer von Platte und Share durchaus sinnvoll und kann sie so nur unterstützen, zumal sie sicherlich mit relativ geringem Aufwand von Siemens umzusetzen sein müßte - vielleicht denken die dort ja genauso und sowas gibt´s demnächst *zwinker*
Grüße,
Oli ...
haraldrt
20.01.2005, 13:44:14
Bei den 870KB/s die Du misst machst Du einen kleinen Approximationsfehler bzgl. des USB Strangs. Die komplette Operation läuft mit 870Kb/s. das heisst aber das mindestens 870KB/s in den Speicher fliessen und auch wieder 870KB/s zurück zu Platte gehen. alles über den gleichen USB. Ergo ist auf dem Bus eine Last von mindestens 2*870KB/s =1740 KB/s macht 13920 KBit/s was auf jeden Fall über den 12MBit für USB 1.1 liegt. Wobei hier noch kein Protokol-Overhead berücksichtigt wird etc. ...
cu Harald
Hallo!
Erstens: Das für USB 2.0 zuständige Kernel-Modul heißt: ehci-hcd
Es ist auf der Box geladen, wie man mit "/sbin/lsmod" herausfinden kann.
Zweitens: Die CPU, auf der Linux läuft, hat wenig mit der Verarbeitung der Videostreams zu tun. Das übernehmen die spezialisierten DSPs, d.h. die Tuner, die die DVB-Daten empfangen und der MPEG-Decoder-Chip. Die CPU koordiniert lediglich, was wohin soll (Tuner <-> Dekoder <-> USB <-> Ethernet). Dabei wird möglicherweise nicht mal kopiert, denn der meisten Peripherie reicht es zu wissen, wo der Speicherblock liegt, den sie jetzt bearbeiten soll.
Sozusagen: CPU: Tuner, schreib dein Block nach 0x100000. Tuner: CPU, fertig! CPU: Tuner, schreibe jetzt nach 0x100400; Dekoder, dekodiere ab 0x100000; USB schreibe die Daten ab 0x100000 auf die Platte! Usw. Dabei hat die CPU wirklich nicht viel zu tun.
Aber, das gilt auch für cp/dd und Co!
Daher wichtig, dass relativ viele Daten auf einmal bewegt werden. Dabei müssen die Blöcke natürlich bequem in den Speicher passen, aber sollten so groß sein, dass die Koordinationszeit, die die CPU verbraucht, deutlich geringer ist als die Zeit, die tatsächlich zum Schreiben durch die Peripherie verbraucht wird.
Bei dd sollte man z.B. die Blocksize mit bs=64k oder bs=1M relativ hoch ansetzen. Standardmäßig wird bs=512 verwendet. Das ist für die vorliegende Konstellation einer relativ langsamen CPU plus ziemlich schneller Peripherie (DVB-Tuner, MPEG-Dekoder, 100Mbit-Ethernet und USB 2.0) deutlich zu klein!
Drittens:
Die Datenrate hängt auch von der "Gesamtbefindlichkeit" der Box ab. Ist z.B. der Hauptspeicher schon ziemlich voll, so werden viele Vorgänge langsamer. (Ich vermute, weil dann weniger Platz für's Filecaching vorhanden ist... cramfs muss häufiger dekodieren?)
Das kann z.B. auch von der Wahl der FAT32-Formatierung abhängen. Damit hatte ich vor kurzem "viel Spaß":
http://www.m740.de/wiki/index.php/Festplattendurchsatz_zu_gering
eijk
thies77
09.02.2005, 19:38:21
Hallo,
mal so am Rande: Wie beschäftigt ist die Box wohl ggf. mit der Fehlerkorrektur des Transportstroms bei schlechten Empfangsverhältnissen? (Ich hatte die Box neulich mal in einer anderen Umgebung (extrem schlechter Empfang) betrieben und den Eindruck, der Betrieb (Menüaufbau etc.) sei langsamer als sonst.)
Wäre es möglich, während Kopier-Aktionen den entprechenden Prozess fürs Fernsehen lahmzulegen, und so mehr Ressourcen für das Kopieren bereitzutstellen?
CU
Thies
Hmm... Hier sind ja Dekoder und CPU in einem Chip, insofern könnte das schon interagieren, allerdings denke ich nicht, dass die Fehlerkorrektur tatsächlich in der Linux-Firmware steckt, sondern von dem Stream-Prozessor, oder gar erst vom Dekoder gemacht wird.
Ich denke, man kann natürlich die ganzen wavebox usw. Prozesse abschießen, aber der Prozessor hat bestimmt auch ziemlich wenig zu tun, wenn man z.B. mit "0" auf den Videorekordereingang umschaltet. Da gibt's ja nix zu dekodieren.
eijk
SaschaD
10.02.2005, 12:13:30
1. Die Box ist nur mit USB HD richtig leistungsfähig. Genug Erfahrung hierzu gibt es in diesem Forum.
Sorry, aber das ist - bayrisch ausgedrückt - a rechter Schmarrn. Ich habe, weil die Performance mit USB-HD so in die Knie geht bei hoher Auslastung - diese wieder entfernt und werde sie wohl bald bei Ebay verscheuern. Bei Aufnahme auf Netzlaufwerke ist die Gesamtperformance der Box viel besser. Und der Zugriff auf die Dateien geht dann über 100MBit auch "ein wenig" flotter als diese bestenfalls 15-20 Mbit, die auf den ftp-Teil der Box möglich sind...
mfg,
Sascha
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