Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ausschalt-Bug
Lemmi
01.11.2006, 07:40:07
Dieser Bug ist schon komplizierter, daher muss ich auch weiter ausholen:
Vor 2.03.42: Wenn die wavebox sich beendet, das macht sie einen umount der Netzwerkfreigaben und der USB-Geräte. Letzteres klappt aber nicht immer. Danach programmiert sie den PIC so, das er nach ca. 1 Minute die Box abschaltet (stromlos macht). Und danach ruft sie den Shutdowwn-Mechanismus auf.
Dieser shutdown ruft letztendlich das Script /etc/rc.s/halt auf, welches dafür sorgt, dass das Linuxsystem ordentlich herunterfährt. Hierbei werden u.a. alle Prozesse angehalten (sie schließen ihre Dateien) und alle Dateisysteme ordentlich abgemeldet (umount). Zu den Dateisystemen gehört auch der Bereich /data, der als jffs2 (Journalling Flash File System, version 2; im Gegensatz zu FAT oder ext3) gemounted wird. In diesem /data werden timer und EPG gespeichert.
Die Programmierung des PICs für die Abschaltung ist wohl eine Art Sicherung, falls der Shutdownprozess hängen bleibt. Denn dieser programmiert den PIC für die Stromlosschaltung am Ende selbst. Schon bei der alten Original-FW zeigte sich, dass diese Zeit zu kurz gewählt wurde. Diese führte dann zu dem Datenwirrwar auf den USB-Platten, die sich durch häufige Platten-Checks bemerkbar machten. Auch der /data-Bereich könnte leiden.
In der aktuelle FW 2.03.42 wurde diese Sicherheitszeit auf 5 Sekunden gekürzt. Diese führt u.a. dazu, dass meine FW das Abschalten der Box nicht mehr abfangen konnte (es war mir gestern abend aufgefallen (http://open7x0.org/arena/showthread.php?tid=777&pid=6335#pid6335), 1h später habe ich es dann analysiert und nochmals 15-20 Minuten später hatte ich die Lösung).
Ihr müßt euch das so vorstellen: Ihr sagt einem Rechner, dass er herunterfahren soll. Und ein paar Sekunden später schaltet ihr den Strom ab, während der Rechner noch beim Herunterfahren ist.
Hieraus ergeben sich Nachteile, da weder den USB-Geräten noch dem /data-Bereich eine Chance gegeben wird, sauber die letzten Daten (z.B. das EPG, welches gerade ins Flash kopiert worden ist) zu schreiben. Der einzige Vorteil aus Sicht Siemens kann also die Torpedierung meiner Umgebung (eigene EPG Auslagerung, Standby) sein.
Ich sehe dieses Verhalten aber als groben Unfug an und nenne es Bug.
Bin mal gespannt, ob vermehrt Probleme mit mit den USB-Platten auftreten. Aber wie geschrieben: Mit meiner Beta-2 ist dieser Bug behoben.
ralfdue
01.11.2006, 08:58:13
Hallo Lemmi,
ich kann nur immer wieder sagen: Hut ab! Auf solche Dinge muss man erstmal kommen.
Als HotStandby-User interessiert mich sehr, ob sich das MemLeak-Problem nochmal gezeigt hat...
Gruss Ralf.
Dr.Who
01.11.2006, 09:16:23
Hi Lemmi,
bin interessiert an einen weiteren Dauertest wegen MemLeak-Problem.
Kannst du bitte auch die Größe des EPG und Anzahl Crid im Aufnahmeverz. für den Dauertest integrieren?
Grund: Anfangs war die Beta 2.3.15 schnell, doch nach 2 Wochen extrem träge
selbst EPG sichern/zurüchholen dauerte immer länger.
Gruß Dr.Who
Ceryon
01.11.2006, 09:17:43
Bin mal gespannt, ob vermehrt Probleme mit mit den USB-Platten auftreten.
Ich hatte schon bei der 2.3.15 bemerkt, daß meine Box bei mehr als jedem 2.ten Start einen Platten-Check machte, nachden sie meinte, die USB-Platten wären beim letzten Runterfahren nicht richtig abgemeldet worden. Es lief darauf hinaus, daß die Box 2-3x hochfuhr, ehe sie endlich zur Verfügung stand. Die neue Beta habe ich seit gestern Nacht drauf und mich würde nicht wundern, wenn das Problem weiter auftritt, da ich es - wie gesagt - auch mit der 2.3.15 erlebt hatte.
[qupte]Aber wie geschrieben: Mit meinerr Beta-2 ist dieser Bug behoben.[/QUOTE]Sie hilft mir also auch, wenn ich die vielen anderen Dinge, die sie sonst kann, gar nicht benötige? Das könnte ja mal ein Grund für die erste Lemmi-Version auf meiner Box sein.
Gruß Ceryon
1701D
01.11.2006, 10:34:01
Ich hatte schon bei der 2.3.15 bemerkt, daß meine Box bei mehr als jedem 2.ten Start einen Platten-Check machte, nachden sie meinte, die USB-Platten wären beim letzten Runterfahren nicht richtig abgemeldet worden. Es lief darauf hinaus, daß die Box 2-3x hochfuhr, ehe sie endlich zur Verfügung stand. Die neue Beta habe ich seit gestern Nacht drauf und mich würde nicht wundern, wenn das Problem weiter auftritt, da ich es - wie gesagt - auch mit der 2.3.15 erlebt hatte.
Aber wie geschrieben: Mit meinerr Beta-2 ist dieser Bug behoben.Sie hilft mir also auch, wenn ich die vielen anderen Dinge, die sie sonst kann, gar nicht benötige? Das könnte ja mal ein Grund für die erste Lemmi-Version auf meiner Box sein.
Gruß Ceryon
Der Bug mit dem sporadischen HDD-Check ist laut Readme behoben. Laut Lemmi wurden ja auch erst die Aufnahmeordner abgemeldet, anschließend der PIC programmiert und dann das System heruntergefahren.
Das Problem bestand (wenn ich Lemmi richtig verstanden habe) darin, dass das Abmelden der Aufnahmeordner nicht immer funktioniert hat und die Box bei angemeldeter Platte einfach abgeschaltet hat. Möglicherweise funktioniert der umount auf die USB-Platten ja jetzt zuverlässiger und das Problem tritt nicht mehr auf. Dann bleiben die angemeldeten Flash-Dateisysteme, die möglicherweise nicht sauber heruntergefahren werden. Welche Auswirkungen das hat weiss ich natürlich nicht.
Gruß
Klaus
MrClickX
01.11.2006, 19:36:52
Wirklich, wahrlich eine weitere ganz große Blamage für Siemens, daß erst Lemmi kommen muß, um eine funktionierende Firmware daraus zu machen! ...
Ich werde mal schauen, was Ihr hier so weiter berichtet und die neue FW erst installieren, wenn ich mir relativ sicher bin, daß sie mehr nützt als schadet. ... (Jedenfalls wird es dann auch bei mir erstmals Lemmis gepatchte Version sein.)
Hieraus ergeben sich Nachteile, da weder den USB-Geräten noch dem /data-Bereich eine Chance gegeben wird, sauber die letzten Daten (z.B. das EPG, welches gerade ins Flash kopiert worden ist) zu schreiben. Der einzige Vorteil aus Sicht Siemens kann also die Torpedierung meiner Umgebung (eigene EPG Auslagerung, Standby) sein.
Sollte Lemmi Recht haben, dann ist das eine Unverschämtheit hoch 3 - und ein nachvollziehbarer Grund noch mehr sauer auf Siemens zu sein!
Also bei mir fährt die Kiste bis jetzt sauber runter. Sauber im Sinne von schnell und ohne daß es beim nächsten Start Probleme gibt. Das ist das, was für mich als User zählt.
Aber ich beobachte jetzt mal sensibel weiter......
Tommy
01.11.2006, 20:06:37
Ich werde jetzt mal wieder umstöpseln und USB1 versuchen.;) mit USB2 hatte es bis jetzt mit der 2.3.15 geklappt.
Ich habe bereits zweimal einen anderen "Ausschaltbug" gehabt. Nachdem sich die Box wieder jungfräulich schnell bewegt, ist sie bereits zweimal einfach, ich sags mal, ausgegangen.
1. Keine Aufnahme und die Box ist total runtergefahren. Hat sogar den Hinweis dazu ausgegeben.
2. Gerade ist sie während des Zappens im "Aufnahmemodus" gesprungen. Konnte sie wieder anschalten und die Aufnahme war nicht abgebrochen.
Ist das nun wieder eine neue Marotte :confused:
Hanno
02.11.2006, 08:01:56
Seit der Einrichtung des standbys und der damit verbundenen Änderung des Ausschaltens musste meine USB-Plate nicht einmal mehr gechecked werden. Vorher war es gelegentlich der Fall.
@Lemmi, kannst du bitte nochmal schauen, ob das wirklich so ist. Wenn mal man drüber nachdenkt:
Wenn die Box wirklich nur 5 Sekunden Zeit lassen würde, um alle 'Aufräumarbeiten' zu erledigen, dann würde der soeben runterfahrenden Box ja wirklich der Boden unter den Füßen weggezogen und weder der EPG könnte ausgelagert werden, noch die USB-Platte sauber unmounted werden, noch der Garbage Collector seine Arbeit abschließen.
Soweit ich es mir vorstellen kann, muss erst der garbage Collector fertig sein oder beendet werden, bevor der umount gemacht werden kann. Und danach erst kann man frühestens den Strom abstellen. Kann es sein, daß diese 5 sek erst eingeläutet werden, nachdem der Umount erfolgte? Oder daß es doch keine 5 Sek sind?
Als Resultat würden wir sonst hier doch sehr oft einen fsck beim Neustart sehen oder?
Ich kenne mich in diesen technischen Fragen nicht so wahnsinnig aus, aber ich möchte sicherstellen, daß Lemmi sich nicht vielleicht doch mal vertan hat oder was übersehen hat. Motto: Konstruktive Kritik.
pc-medusa
02.11.2006, 14:59:13
mir kam die Zeit des Herunterfahrens mit der Original Siemens Beta auch unangenehm kurz vor.
Einzige Erklärung wäre, daß mann die "Aufräumarbeiten" an anderer Stelle erledigt. Aber die Frage nach dem warum stellt sich mir schon. Die Zeit die die Box zum Herrunterfahren braucht war eigentlich nie ein Kritikpunkt. Oder sehe ich das falsch.
Ich habe jedenfalls mit der aktuellen Lemmi ein sehr beruhigendes Gefühl, wenn da steht "Wafebox wurde sauber beendet":) auch wenn das herrunterfahren etwas länger dauert.
Lemmi
02.11.2006, 20:12:40
@Lemmi, kannst du bitte nochmal schauen, ob das wirklich so ist. Wenn mal man drüber nachdenkt:
Hier habe ich mal ein kleines aufgeräumtes strace LOG
>>> EPG speichern und anderes ...
>>> Datei /var/etc/settings.txt schreiben
01:29:09 open("/var/etc/settings.txt", O_WRONLY|O_CREAT|O_TRUNC, 0666) = 25
01:29:09 ioctl(25, TIOCNXCL, 0x7ffe3810) = -1 ENOTTY (Inappropriate ioctl for device)
01:29:09 write(25, "TV_ImageFormat 0\n", 29) = 29
01:29:09 write(25, "TV_VideoSetting 0\n", 29) = 29
>>> /var/etc ins flash sichern (erkennbar am der mir bekannten log ausgabe)
01:29:10 i=2
01:29:10 valid=1
01:29:10 new=0
01:29:11 scan_date: n = 8
01:29:11 scan_date: seclen = 5
01:29:12 w:erase second
01:29:12 w:erase second done
01:29:13 return value: 65534
>>> PIC: Uhrzeit setzen
01:29:32 open("/dev/pic", O_RDWR|O_LARGEFILE) = 24
01:29:32 ioctl(24, 0x1, 0x7ffe38e8) = 0
01:29:32 close(24) = 0
>>> PIC: Weckzeit setzen
01:29:32 open("/dev/pic", O_RDWR|O_LARGEFILE) = 24
01:29:32 ioctl(24, 0x2, 0x7ffe38e8) = 0
01:29:32 close(24) = 0
>>> RA_FILE + SM_FILE schreiben
01:29:35 open("/data/RA_FILE", O_WRONLY|O_CREAT|O_TRUNC|O_LARGEFILE, 0666) = 24
01:29:36 open("/data/SM_FILE", O_WRONLY|O_CREAT|O_TRUNC|O_LARGEFILE, 0666) = 24
>>> nochmalige Freigabe der Net-Shares
01:29:37 umount: /var/media/PC1: No such file or directory
01:29:39 umount: /var/media/PC4: No such file or directory
01:29:39 umount: /var/media/PC5: No such file or directory
>>> usb umount ?
01:29:39 ### APPLOG BEFORE UMOUNT USB
>>> tv-vcr 0x82 enable vcr-tv passthrough (channel 0)
01:29:41 open("/dev/avswitch", O_RDWR|O_LARGEFILE) = 15
01:29:41 ioctl(15, 0x82, 0) = 0
01:29:41 close(15) = 0
>>> strom abschaltung in 5 sec (Zeit ergibt sich aus anderem Log)
01:29:44 open("/dev/pic", O_RDWR|O_LARGEFILE) = 16
01:29:44 ioctl(16, 0x6, 0x7ffe3c88) = 0
01:29:44 close(16) = 0
>>> tv-off 0x84 together with 'tv-vcr': SCART signal 'tv off'
01:29:44 open("/dev/avswitch", O_RDWR|O_LARGEFILE) = 16
01:29:44 ioctl(16, 0x84, 0x7ffe3ca0) = 0
01:29:44 close(16) = 0
>>> Programmierung des ordentlichen shutdowns, beginn in 5 sec
01:29:45 (sleep 5; shutdown -h now; shutdown -h now ) &
01:29:45 ### APPLOG ENDE GUT, ALLES GUT, APPLICATION STOPS NORMALLY
Vorher war die Stromabschaltung in 1-2 Minuten (Wert weiß ich nicht mehr).
Daher lief der normale Shutdown mit dem sauberen Ende allser APplikationen und dem umount aller devices, auch von /data. Die Stromabschaltung war daher nur eine Sicherheitsschaltung, falls der shutdown hängen blieb.
Jetzt ist die Stromabschaltung 5 Sekunden nach deren Programmierung, so dass shutdown überhaupt nicht mehr zur Wirkung kommt. /data ist definitiv noch gemounted.
Wie schon geschrieben: Ihr sagt einem Rechner, dass er herunterfahren soll. Und ein paar Sekunden später schaltet ihr den Strom ab, während der Rechner das Herunterfahren noch gar nicht richtig begonnen hat.
Lemmi
02.11.2006, 20:42:12
Wenn die Box wirklich nur 5 Sekunden Zeit lassen würde, um alle 'Aufräumarbeiten' zu erledigen, dann würde der soeben runterfahrenden Box ja wirklich der Boden unter den Füßen weggezogen und weder der EPG könnte ausgelagert werden, noch die USB-Platte sauber unmounted werden, noch der Garbage Collector seine Arbeit abschließen.
Die wavebox beendet schon alle ihre Prozesse mitsamt der backend, speichert das EPG und auch und versucht die USB-Platte zu deaktiverien. Erst dann gibt es den Strom-Aus.
Aber wie ich gerade woanders schrieb: Wenn Du gerade was mit FTP auf die Box kopierst, dann wird die USB-Platte nicht deaktivert, ihr dafür aber mitten beim Schreibzugriff der Strom entzogen. Und um solche Dinge zu vermeiden, gibt es einen ordentlichen Shutdown, der bisher auch immer bemüht wurde.
......
Jetzt ist die Stromabschaltung 5 Sekunden nach deren Programmierung, so dass shutdown überhaupt nicht mehr zur Wirkung kommt. /data ist definitiv noch gemounted.
Wie schon geschrieben: Ihr sagt einem Rechner, dass er herunterfahren soll. Und ein paar Sekunden später schaltet ihr den Strom ab, während der Rechner das Herunterfahren noch gar nicht richtig begonnen hat.
Also ich weiß nicht, ob es wirklich nötig ist, nach dem Umount der Shares und Platten noch länger zu warten. Shutdown hin, Shutdown her. Schadet es /data, wenn der Shutdown abgewürgt wird? Ich denke, was hier zählt ist, daß der gemeine User einfach nur will, daß die Kiste ausgeht, und das schnell. Wenn keine wichtige Applikation mehr läuft und keine flüchtigen Daten mehr gerettet werden müssen, dann macht man 'klick'.
Wenn bei dieser Vorgehensweise deine Erweiterungen 'leiden', dann ist das bedauerlich, aber nach meiner Meinung keine Absicht. Es wurde glaube ich schon anderswo gesagt: Man wird bestimmt nicht testen, ob dann noch alles in den Lemmi-Versionen funktioniert. Dazu fehlen wohl sowohl die Zeit als auch das Geld.
Jedenfalls ist meine Frau begeistert, daß die Box endlich schnell reagiert, wenn man sie ausmacht.
Rocco Granata
02.11.2006, 21:11:17
@hugo:
Nimm' es bitte nicht persönlich, aber Du hast offensichtlich den von Lemmi angesprochenen technischen Sachverhalt nicht verstanden.
Man kann die Sache vielleicht damit vergleichen, wenn man mit einem Auto auf der Landstraße mit 100 km/h fährt und auf einmal denkt, daß man mal dringend eine Pinkelpause machen will. Vorausgesetzt, man kann in irgendeinerweise rechts auf dem Grünstreifen anhalten, dann wirst Du in diesem Fall auf die Bremse steigen, damit der Wagen langsamer wird und zum Stehen kommt. Das geht nicht sofort, der Bremsvorgang dauert halt etwas, sieht wohl jeder ein. Wenn ich 50 km/h fahre dauert er nicht so lange wie bei 100 km/h.
Das angesprochene Verhalten der Box wäre quasi ein Aufreißen der Tür, obwohl ich noch mit 50 km/h fahre, weil ich bei 100 km/h gebremst und einfach festgelegt habe, daß ich in 2 Sekunden mit dem Wagen stehe, obwohl das alles andere als stimmen muß. Es kann sein, daß ich so schnell zum Stehen komme (wenn ich nur 30 km/h gefahren bin), es kann aber sein, daß ich noch eine Geschwindigkeit drauf habe, bei der die wenigsten wirklich aussteigen wollten, z.B. 50 km/h.
Natürlich öffnet man erst die Tür, wenn man wirklich zum Stehen gekommen ist, und so sollte es auch bei der Box sein. Erst dann sollte der Strom ausgehen, wenn auch wirklich alles heruntergefahren ist.
Also ich weiß nicht, ob es wirklich nötig ist, nach dem Umount der Shares und Platten noch länger zu warten. Shutdown hin, Shutdown her. Schadet es /data, wenn der Shutdown abgewürgt wird?
Genau für diesen Grund wurde an das Diskettenlaufwerk ein Lämpchen angebracht, damit der gemeine Anwender nicht die Auswurftste drückt, solange noch geschrieben wird.
Man zieht auch keiner schreibenden Person das Blatt unter den Fingern weg, und wundert sich, dass der Text nicht vollständig ist.
Selbst Microsoft Betriebssysteme (auch MS DOS zumindest beim CD-Laufwerk) mounten und dismounten Partitionen.
Seid Windows 3.0 wird diese Anwendung/dieses Betriebssystem beendet, da hier mehrere Tasks gleichzeitig, aber verschieden schnell ausgeführt wurden konnten.
Gerade bei den heutigen Platten ist es wichtiger denn je, da der Festplattencache (2-8 MB) noch schnell auf Platte geschrieben werden muss. Gute Controller (insbesondere RAID-Controller) sind für solche Zwecke sogar batteriegepuffert.
Ausschalten in Datenbanken wäre extrem fatal, stell Dir mal ein Bankterminal vor, dass bei einer Überweisung bei elftausenddreihund....
...abgeschaltet wird. Wo fängt es bei einem Neustart wieder an zu schreiben?
Und das man USB-Geräte (Wechseldatenträger) dismountet, steht in jeder Beschreibung eines Betriebsystems.
Lemmi
02.11.2006, 22:08:10
@hugo:
Das wesentlicht Problem bei meinen FTP Beispiel:
Bei einer geöffneten Datei mißlingt der umount -- er bleibt wirkungslos. Und FTP schreibt weiter. Dabei werden die Daten im Hauptspeicher und auf der USB-Platte gecached. Und Mitten im Schreibzugriff wird dann der Strom abgeschaltet.
Deshalb werden bei einem ordentlichen shutdown erst alle Prozesse beendet, damit die Progs ihre Dateien ordentlich schließen können. Und erst danach wird der umount ausgeführt.
Die wavebox kann übrigens /data nicht umounten, weil sie selbst von dort geladen wird.
Und jeder, der sich etwas mit Betiebssysteme auskennt, oder die sogar programmiert, sollte dieses alles wissen. Oder zumindest sollte man stutzig werden, warum denn alle moderen Betiebssysteme eine Shutdown-Vorgang haben.
Und wenn man diese alles beachtet, dann kann man die neue Art der Abschaltung nur als Schnellschuss betrachten. Und schon stehen wir wieder vor der Frage nach dem Ziel des Schusses ... aber das diskutieren wir ja bereits woanders ;)
Genau für diesen Grund wurde an das Diskettenlaufwerk ein Lämpchen angebracht, damit der gemeine Anwender nicht die Auswurftste drückt, solange noch geschrieben wird.
Man zieht auch keiner schreibenden Person das Blatt unter den Fingern weg, und wundert sich, dass der Text nicht vollständig ist.
Selbst Microsoft Betriebssysteme (auch MS DOS zumindest beim CD-Laufwerk) mounten und dismounten Partitionen.
Seid Windows 3.0 wird diese Anwendung/dieses Betriebssystem beendet, da hier mehrere Tasks gleichzeitig, aber verschieden schnell ausgeführt wurden konnten.
Gerade bei den heutigen Platten ist es wichtiger denn je, da der Festplattencache (2-8 MB) noch schnell auf Platte geschrieben werden muss. Gute Controller (insbesondere RAID-Controller) sind für solche Zwecke sogar batteriegepuffert.
Ausschalten in Datenbanken wäre extrem fatal, stell Dir mal ein Bankterminal vor, dass bei einer Überweisung bei elftausenddreihund....
...abgeschaltet wird. Wo fängt es bei einem Neustart wieder an zu schreiben?
Und das man USB-Geräte (Wechseldatenträger) dismountet, steht in jeder Beschreibung eines Betriebsystems.
Hallo hawe,
ist schon klar. Du lannst mir glaubern, daß mir die Bedeutung des sauberen Abmeldens von Laufwerken durchaus bewusst ist. Aber laut Lemmi werden ja alle externen Medien sauber dismounted (ausser man schreibt gerade per ftp - was aber offiziell nicht unterstützt ist). Es geht nur um /data. Das liegt im Flash. Und es ist wohl kein Problem, wenn es nicht sauber geschlossen wird - denn sonst wären inzwischen alle Boxen mit 2.3.42 'abgekackt' - sofern Lemmi Recht hat.
Lemmi
02.11.2006, 22:14:03
Schadet es /data, wenn der Shutdown abgewürgt wird? ... Wenn keine wichtige Applikation mehr läuft und keine flüchtigen Daten mehr gerettet werden müssen, dann macht man 'klick'.Es laufen aber noch Applikationen! Und um das zu verhindern, gibt es den shutdown.
Ich denke, was hier zählt ist, daß der gemeine User einfach nur will, daß die Kiste ausgeht, und das schnell. ... Jedenfalls ist meine Frau begeistert, daß die Box endlich schnell reagiert, wenn man sie ausmacht.Beim Ausschalten ist es doch egal, ob 10 Sekunden oder 2 Mintuen benötigt werden. Oder wartet ihr immer, bis die LED zu Ruhe gekommen ist?
Lemmi
02.11.2006, 22:22:24
Aber laut Lemmi werden ja alle externen Medien sauber dismountedDas habe ich so nie geschrieben. Ich habe nur geschrieben, dass die Box den umount durchführt, nicht aber dass er gelingt.
(ausser man schreibt gerade per ftp - was aber offiziell nicht unterstützt ist).FTP wird offiziell unterstützt. Außerdem ist es nur ein Beispiel. AUßerdem gab es schon immer wieder Fälle (z.B:.am ersten USB-Port), bei dem die Platte gar nicht mehr abgemeldet werden konnte.
Es geht nur um /data. Das liegt im Flash. Und es ist wohl kein Problem, wenn es nicht sauber geschlossen wird - denn sonst wären inzwischen alle Boxen mit 2.3.42 'abgekackt' - sofern Lemmi Recht hat.Das Flash-Filesystem ist schon etwas robuster, aber auch nicht immun. Aber Du hast genau den Überblick, das keine Timer oder EPG Daten korrumpiert sind; denn die wurden ein paar Sekunden zuvor geschrieben.
Und außerdem es geht halt nicht nur um /data, sondern auch um /data.
....
FTP wird offiziell unterstützt.
Wo steht denn das nun wieder? Kann ich nirgendwo in der Bedienungsanleitung oder auf der Packung finden.
Natürlich bin ich froh, daß ftp offen ist. Ohne CridManager wäre der Spaß schon sehr eingeschränkt - wobei man sich wohl immer dessen bewusst sein muß, daß eine FTP-Übertragung sehr auf die Performance der Box drückt (insbesondere zum Leid meiner Frau :D ). Ich kann mir nicht vorstellen, daß das offiziell unterstützt ist (also zum versprochenen Leistungsumfang gehört).
1701D
03.11.2006, 08:34:11
Ich denke schon, dass man FTP als "offiziell unterstützt" betrachten kann. Von daher gebe ich Lemmi recht, dass es nicht sein kann, dass man bei laufenden FTP die Platte stromlos macht. Ich bin davon ausgegangen, dass der 5Sek. Countdown wirklich erst dann startet wenn alle externen Medien abgehängt sind. Falls dies nicht so ist, ist es (IMHO) ein Bug.
Gruß
Klaus
freternia
03.11.2006, 12:43:54
Vielleicht sollte SHC mal ein comment abgeben. Bisher sind das alles Spekulationen, warum das gemacht wurde. Ich kann mir vorstellen das diese Änderung noch nicht fertig / zuende gedacht ist. Also bei mir ohne Lemmi FW geht der Shutdown wirklich schneller und Probleme hatte ich bisher auch noch keine. Möglicherweise hat die neue Routine diesem Bugfix zu tun:
USB-HDD Check:
· Sporadisch wurde nach dem Booten ein USB-HDD Check ausgeführt
Weil bei dem alten Shutdownvorgang etwas nicht stimmte.
In der nächsten Version kann man vielleicht den Sinn dahinter besser erkennen. Wie gesagt Beta ist ja noch nicht die neue Final, hingeweisen auf den "Fehler" wurde ja jetzt ausreichend.
andreas.koch
06.11.2006, 11:27:04
Das Flash-Filesystem ist schon etwas robuster, aber auch nicht immun. Aber Du hast genau den Überblick, das keine Timer oder EPG Daten korrumpiert sind; denn die wurden ein paar Sekunden zuvor geschrieben.
Ich würde nicht sagen, dass das robuster ist. Was passiert den wenn der Garbage Collector des jffs2 aktiv ist während des "steckerziehen" ? Je nach dem wie der arbeitet (weiß ich gerade nicht auswendig) ist alles in /data danach kaputt. Außerdem schreibt das jffs nur updates ins flash, das heißt bei einer datei werden nur Änderungen der Daten zurückgeschrieben. Mit im schreibvorgang unterbrochen kann das fatale folgen haben.
Man weiß halt nicht was der jffs treiber gerade macht, dafür gibt es ja einen umount. Für oder später wird da aber einer der fehler fälle auftreten, und sei es nur das eine timer noch nicht ordentlich zurückgeschrieben wurde.
Es ist halt nur eine frage wann das zu kaputten daten führt.
Grüße
Andreas
Hallo, mit dieser Lemmi-Version ist ja tatsächlich der Ausschaltbug weg, aber dafür schaltet sich die Box nach dem Ausschalten grundsätzlich wieder an!
So herum besser, als vorher, als immer gemeckert wurde und ein Filecheck gemacht wurde, weil man angeblich nicht ordnungsgemäß per Fernbedienung ausgeschaltet hätte.
WAran liegt es abre nun, dass die Box sich gleich wieder einschaltet, nachdem sie kurz im Ruhestand (Energiesparmodus) verweilte?
Lemmi
13.11.2006, 16:03:29
Hallo, mit dieser Lemmi-Version ist ja tatsächlich der Ausschaltbug weg, aber dafür schaltet sich die Box nach dem Ausschalten grundsätzlich wieder an!
So herum besser, als vorher, als immer gemeckert wurde und ein Filecheck gemacht wurde, weil man angeblich nicht ordnungsgemäß per Fernbedienung ausgeschaltet hätte.
WAran liegt es abre nun, dass die Box sich gleich wieder einschaltet, nachdem sie kurz im Ruhestand (Energiesparmodus) verweilte?
Ich mutmaße, dass es daran liegt, dass die Platte nicht ordentlich freigegeben werden konnte und dieses zum Absturz führte oder Notaus. Zur weiteren Ferndiagnose wäre ein dump-info (http://www.open7x0.org/wiki/Dump-info) nach dem wavebox-start nach einem unerwarteten reboot hilfreich.
USB-2
13.11.2006, 16:49:31
Hi Lemmi.
Diesen Ausschalt-Bug gibt's ja nicht nur auf der M740 sondern auch auf der M750. Seit einiger Zeit gibt es bei mir dauernd Aufnahmeabbrüche, auch im Timeshift (sehr sehr nervig!). Nach einem Dateisystemcheck geht's dann immer erst mal wieder eine Weile. Ich schiebe das mnal auf diesen Bug.
Nun gibt's ja aus den bekannten Gründen keine Lemmi-FW für die M750. Aber: könntest Du nicht eine eigene Beta veröffentlichen, die mit der Siemens-Beta fast identisch ist, aber eben doch mit der Korrektur des Bugs? Da sollte Siemens doch eigentlich nicht meckern können, oder?
:cool:
USB-2
14.11.2006, 17:34:12
Hm,
nach Lesen anderer Postings scheinen mir diese Aufnahmeabbrüche wohl doch ein tiefer verwurzeltes Feature der neuen Firmwares zu sein...
:(
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