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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sollte eine HD 2 oder 8 MB Cache haben?



Gunnar-HRO
06.02.2005, 21:51:57
Nach dem Motto: Je mehr desto besser!

Bei meiner WS trifft das zu, aber wie sieht das hier beim 740 aus?

Gunnar

Captain Sisko
06.02.2005, 22:44:29
Ich bin auf Nummer Sicher gegangen und habe mir eine mit 8MB Cache geholt. Ist eine Seagate Barracuda mit 160 GB. ist auch ziemlich leise und hat in der Retail Version 5 Jahre Garantie.

thies77
06.02.2005, 22:46:41
Hallo,

die Frage habe ich mir auch gerade gestellt, da ich für meine Box eine neue HDD kaufen möchte.

Wenn man sich in den c't-Tests die Spalte "Anwendungsindex" anschaut, scheinen Platten mit 8MB Cache etwa 20% schneller als ansonsten ähnliche mit 2MB Cache. Allerdings fällt auf, das diese Platten in der Dauertransferrate oft nahezu identisch sind.

Es wäre jetzt zu überlegen, ob die Transferraten, die die Box im Extremfall produziert ("gleichzeitiges" Lesen und Schreiben), eine aktuellen HDD überhaupt annähernd ausreizen, sprich, ob der Leistungsgewinn durch einen Cache nennenswert zum Tragen kommt. Ich denke mal nicht.
Anders sieht es aus, wenn die Platte später mal in einen PC eingebaut werden soll. Dann lohnt sich sicher der größere Cache.


Viele Grüße,
Thies

Rechenaugust
06.02.2005, 22:50:11
Nach dem Motto: Je mehr desto besser!

Bei meiner WS trifft das zu, aber wie sieht das hier beim 740 aus?

Gunnar

Das sollte bei einer USB-Platte egal sein. Die IDE-Schnittstelle an der Festplatte hat eine maximale Übertragungsrate von 133 MB/s (U-133) bzw. 100 MB/s (U-100), die USB 2.0-Schnittstelle kann aber nur 60 MB/s abtransportieren (max. 480 MBit/s). In der Praxis sind es so ca. 40 MB/s. Der Cache wird also wesentlich schneller gefüttert, als die Daten abfließen. Theoretisch bräuchte es also gar keinen Cache.

thies77
06.02.2005, 22:54:21
Die Frage ist, was die Platte physikalisch wegschreiben kann. Das ist sicherlich weit weniger als 133MB/s und auch weniger als 60MB/s. Wenn man die Transferrate des USB2.0 voll ausnutzen würde, käme eine Cache durchaus zum tragen.

Rechenaugust
06.02.2005, 23:04:18
Die Frage ist, was die Platte physikalisch wegschreiben kann. Das ist sicherlich weit weniger als 133MB/s und auch weniger als 60MB/s. Wenn man die Transferrate des USB2.0 voll ausnutzen würde, käme eine Cache durchaus zum tragen.

Klar (deshalb das "theoretisch"), nur dürften die 2M locker reichen.

Ich habe selbst eine USB-Platte mit 8MB, aber meine interne mit 2MB ist fast doppelt so schnell.

Allerdings spielt auch das Dateisystem eine Rolle (Intern NTFS mit 4K Sektorgröße, USB-Platte FAT32 mit 64K Sektorgröße)

thies77
06.02.2005, 23:31:44
Was ich mir gerade überlege: auf welcher Ebene cacht die Platte denn überhaupt die Daten? In welcher Weise ist das abhängig vom verwendeten Dateisystem?

Rechenaugust
07.02.2005, 10:45:01
Ich habe mit HD-Tach (http://www.simplisoftware.com/Public/index.php?request=HdTach) mal meine Platten verglichen:

Seagate ST3120023A 120GB 2MB Cache, intern:
Burst: 91,5 MB/s
Average read: 36,9 MB/s

Samsung SP1614N 160GB 2MB Cache, intern:
Burst: 93,1 MB/s
Average read: 49,7 MB/s

Hitachi Deskstar 7K250 250 GB 8 MB Cache, USB 2.0:
Burst: 26,4 MB/s
Average read: 26,1 MB/s

Interessant ist, dass bei den internen Platten die Lesegeschwindigkeit von ca. 60 MB/s am Beginn der Platte auf 35 am Ende abfällt (Mechanik)

Bei der USB-Platte ist es dagegen eine Gerade. Folgerung: Die Mechanik gibt mehr her, als die Schnittstelle abtransportieren kann.

siehe auch
Grafik (http://www.billig-billiger-billigst.de/pictures/hdvergleich.jpg)

SaschaD
07.02.2005, 10:59:57
Hallo,

Es wäre jetzt zu überlegen, ob die Transferraten, die die Box im Extremfall produziert ("gleichzeitiges" Lesen und Schreiben), eine aktuellen HDD überhaupt annähernd ausreizen, sprich, ob der Leistungsgewinn durch einen Cache nennenswert zum Tragen kommt. Ich denke mal nicht.


Korrekt. Um es deutlich zu sagen: die Übertragungsraten, die die Box für einen fehlerfreien Betrieb benötigt, die kann auch die in meinem Mail&News-Rechner eingebaute 2GB-Platte noch liefern - und die ist 10 Jahre alt! Grundsätzlich würde ich beim Kauf einer Platte sowieso eher auf andere Gesichtspunkte achten (Garantiedauer, Geräuschentwicklung, Preis). Cachegröße ist da eher uninteressant, IMO. Ja klar, für einen Videoschnittplatz kann man dann schon über die Chachegröße nachdenken, aber dann vielleicht auch über eine SCSI-Platte mit 10kU/min oder mehr...



Anders sieht es aus, wenn die Platte später mal in einen PC eingebaut werden soll. Dann lohnt sich sicher der größere Cache.


Vielleicht. Habe im Alltagsbetrieb zwischen meiner neuen 160er Platte mit 8MB Cache und 7200U/min und der alten 80er mit 5400U/min und 2MB Cache sehr wenig Geschwindigkeitsunterschiede bemerken können, obwohl sie deutlich messbar sind...

mfg,
Sascha

thies77
07.02.2005, 20:55:09
Vielleicht. Habe im Alltagsbetrieb zwischen meiner neuen 160er Platte mit 8MB Cache und 7200U/min und der alten 80er mit 5400U/min und 2MB Cache sehr wenig Geschwindigkeitsunterschiede bemerken können, obwohl sie deutlich messbar sind...

Hmm,
also einigen wir uns auf Marketing-Gag? Wie gesagt, laut c't-Anwendungsindex, der sich aus "gängigen Anwendungen unter XP" ergibt, schneiden Platten mit 8MB Cache besser ab. Ich muss leider zugeben, dass ich nicht weiß, nach welcher Strategie Festplatten den Cache benutzen und ob beim Lesen und/oder Schreiben. Ich kenn das nur im Zusammenhang mit CPU und Arbeitsspeicher.

CU
Thies

Brommel
07.02.2005, 22:28:36
Vielleicht sollte man jetzt nochmal erwähnen was der Sinn und Zweck eines Cache ist. In einem Cache werden wiederkehrende Lesevorgänge (ferner auch Schreibvorgänge ) gespeichert. Soll heissen, wenn man ständigt die selben Daten abfragt, beamt ein die der Cache die in den Arbeitsspeicher.
Für Video anwendungen wie hier müsste der Cache ungefähr mindestens und nicht weniger als 5000 MB haben, dann klappts mit dem Rücksprung, vorsprung auf Anhieb. Wer also nicht weiss ob 2 oder 8 MB richtig sind sollte gleich tief in die Tasche greifen und eine Solid-State-Platte ordern.
Und nochmal für die Werbeverblendeten: Schaut lieber auf die Dauertransferrate bei Videoanwendungen (das ist aber beim derzeitigen USB/Festplatten-Standard wie Wiederstand, nämlich irrelevant).

thies77
08.02.2005, 22:18:33
Wäre es nicht auch möglich, dass der Cache als Puffer genutzt wird? Sprich: Daten zwischengelagert werden, während die Platte die Köpfe bewegt (nämlich wenn sie wie beim Timeshift ständig zwischen Lesen und Schreiben wechselt). Müssen sich evtl. aktuelle Festplatten immer noch zwischendurch kalibrieren?



Und nochmal für die Werbeverblendeten: Schaut lieber auf die Dauertransferrate bei Videoanwendungen (das ist aber beim derzeitigen USB/Festplatten-Standard wie Wiederstand, nämlich irrelevant).

Ich versteh die Aussage nicht ganz. Die Dauertransferrate dürfte schon seit Jahren ein Vielfaches der akuellen DVB-T-Datenrate sein.

Viele Grüße,
Thies