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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stromschlag - Statisch geladen



STVince
09.02.2005, 21:59:23
Hi,

ich verfolge schon lange aufmerksam das super Forum hier. Jetzt ist es Zeit für mein erstes Thema :D

Habe mir bei MM gerade eine 60GB 2,5 Festplatte von LG gekauft und muss erstmal sagen, dass sie an der MV740AV läuft.
Leider habe ich gerade einen schönen Schlag bekommen und sofort kam eine Fehlermeldung von der M740AV.
Das war wohl etwas zuviel für die Platte. Sie war an zwei Anschlüsse angeschlossen - ich habe dann erst einmal den Datenanschluss abgenommen und ans Notebook gestöpselt und sie wurde nicht erkannt. :mad:

Also Platte komplett vom Strom getrennt und noch mal probiert ... und es ging. Wollte sie erst zurückbringen, da ich dachte, dass so etwas nicht geschehen darf.

Ich musste leider feststellen, dass das völlig normal zu sein scheint. Habe gerade eine Festplatte von einem Freund hier und es passierte dasselbe, so dass ich dachte es liegt an der M740AV. Jedoch passiert das am Notebook passiert mit beiden Platten genauso.

Ist der USB Anschluss allgemein nach der DIN nicht geerdet, oder ist das völlig normal?
Habe die Platte mehrmals mit "chkdsk" und andern Programmen getestet, ohne Fehlermeldung. Kann die Platte trotzdem schaden genommen haben oder irgend mal Schaden nehmen?

thx
STVince

STVince
09.02.2005, 23:41:41
Hätte nur gedacht, dass der oder die Hersteller die Festplatte vom Gehäuse entkoppeln, damit so etwas nicht passiert. Schließlich hatte die Platte ja einen Aussetzer, ob nun ein Schutzmechanismus oder einfach zu viel Strom auf einmal - keine Ahnung.

Wenn ich die Platte unten mit Gummistöpsel ausstatte, habe ich dann immer noch das Problem, wenn ich selber elektrisch geladen bin? Das Gehäuse könnte dann doch den Strom nicht ableiten - oder doch - vielleicht in die M740AV?

thx aber erst einmal

Oldboke
10.02.2005, 00:10:47
Einfach mal "goto2" fragen :D
he knows better than you

gummibaum
10.02.2005, 06:22:06
Moin,

was für eine Antenne hast Du angeschlossen?
- Stab- oder Flachantenne ("Zimmer-Antenne")?
- oder _geerdete_ Dachantenne?

Wenn's 'ne geerdete Dachantenne ist, und zusätzlich Deine externe Festplatte geerdet ist (3-poliger Schuko-Stecker), dann liegt es vermutlich an den unterschiedlichen Erdpotentialen Deiner Antennenanlage und der Hausverkabelung (220V-Netz).
Das ist ein "Standard"-Problem bei TV- und HiFi-Geräten; weshalb bei Unterhaltungselektronik im Allgemeinen die Schutzerde nicht angeschlossen ist (2-poliger Euro-Stecker).

Daher kommt auch der Hinweis im Handbuch der M740 AV:
"Keine geerdeten Geräte anschliessen!" (sinngemäß)


bis die Tage...
. Mathias

STVince
10.02.2005, 10:44:01
Einfach mal "goto2" fragen :D
he knows better than you

Und was soll der mir raten? Das ich einen Knoten in das USB-Kabel machen soll :D

hardcorevibes
10.02.2005, 11:02:00
Wenn's 'ne geerdete Dachantenne ist, und zusätzlich Deine externe Festplatte geerdet ist (3-poliger Schuko-Stecker), dann liegt es vermutlich an den unterschiedlichen Erdpotentialen Deiner Antennenanlage und der Hausverkabelung (220V-Netz).
Das ist ein "Standard"-Problem bei TV- und HiFi-Geräten; weshalb bei Unterhaltungselektronik im Allgemeinen die Schutzerde nicht angeschlossen ist (2-poliger Euro-Stecker).



Welche Festplatte wird denn bitte direkt mit 220V versorgt? Wenn da ein Netzteil dazwischen ist dann geht der Schutzleiter doch eh nich durch bis zur Platte und das dürfte dann keine Probleme geben.
Oder hab ich in ETechnik da wieder nich aufgepasst?

mfg Stefan

P!rat
10.02.2005, 11:18:49
habe goto gefragt, er versucht jetzt die USB-verbindung ohne USB-Kabel aufzubauen, denn das Kabel ist zu kompliziert und warum soll man sich extra ein spezielles Kabel kaufen nur um eine Verbindung herzustellen, müßte doch auch mit jeder beliebigen Hutschnur gehen.... die leitet nä(h)mlich keine Strom also ist man auch vor Blitzschlag geschützt :eek:

gummibaum
10.02.2005, 13:51:03
Moin,


USB-Platte zur Stromversorgung an BEIDE USB-Buchsen angeschlossenstimmt, habe ich überlesen.
Muss wohl wirklich statische Elektrizität gewesen sein.


bis die Tage...
. Mathias

STVince
10.02.2005, 18:23:09
Ich denke, er hatte die USB-Platte zur Stromversorgung an BEIDE USB-Buchsen angeschlossen, dann wird sie wohl kaum noch ein externes Netzteil gehabt haben. Vielleicht sollte er das erst mal klarstellen, bevor wir hier weiter Rätsel raten.

Jep - genau so ist es. Ist ja auch eine 2,5" Festplatte. Und ich denke es lag an meiner statischen Aufladung (siehe Themenüberschrift).
Die statische Ladung war für die Platte einfach zuviel und hatte einen kompletten Aussetzer. Bin jetzt vorsichtiger geworden und erde mich vorher (entladen). Das Gehäuse ist Komplett aus Metall und deshalb dachte ich, das vielleicht Gummifüßchen da Abhilfe schaffen könnten - oder?

niels
10.02.2005, 21:26:21
Das Gehäuse ist Komplett aus Metall und deshalb dachte ich, das vielleicht Gummifüßchen da Abhilfe schaffen könnten - oder?
Natürlich hast Du mit dem Matallgehäuse eine optimale Ableitung, aber relevant ist ja erst einmal, wo Deine Platte steht? Sicher ja nicht auf einem Metalltisch welcher ggf. noch geerdet ist. Auf Glas, Holz oder Keramik hast Du ja schon eine recht optimale Isolierung.
Wie bereits erwähnt und von Dir ja auch erkannt, würde in dem Fall, dass Du aufgeladen warst, eine Erdung der Geräte nur den Schlag vergrößern, da Deine Ladung in einer kürzeren Zeit mit einem höheren Strom abfließen würde und durch das definierte Gegenpotential ein evtl. vorhandener Entladungsfunke schon über eine größere Strecke fliegen würde.
Ich musste allerding auch feststellen (am EGB-Arbeitsplatz mit Erdungsarmband), dass sich Geräte aufladen, was dann wieder an ihren zu gut isolierenden Gummifüssen liegt.
Also, wie dem auch sei, Dein Metallgehäuse ist eigentlich der optimale Schutz für die Elektronik, da er ja einen farradayschen Käfig bildet. Drum sollst Du ja beim Gewitter auch im Auto bleiben und Dein Haus hat einen Blitzableiter. Nur dass dieser Blitableiter ebenso wie Dein Auto nicht gut geerdet ist.
Bei Entladungen von mehreren tausend Volt, von denen man ja hier ausgehen kann, kommt es jedoch zu verschiedenen Effekten. Ein wichtiger ist hierbei die Induktion, durch die auf Dein USB-Kabel oder die Elektronik der Festplatte Spannungen induziert werden können (ähnlich wie bei einem Trafo, bei dem dieser Effekt ja gewollt ist). Wenn hier nur ein kurzer 3 Volt Impuls kommt, dann wird der Datenbus gestört. Triffst Du nun eine Softwarekomponente so blöde, dass Du gerade ein Bit verbiegst, dessen mögliche Schieflage kein Entwickler bedacht hat, dann hängt sich Dein Gerät einfach nur softwaremäßig auf. Dagegen kann man auch nichts machen, da normalerweise der Datenstrom ja rübergehen muss, also die Schutzmechanismen auch einen Impuls in Betriebshöhe durchlassen müssen. Hier hilft nur eine softwareseitige Fehlerkorrektur.
Durch den Hardrestart (Ziehen und Stecken) kurbelst Du die Software wieder definiert an und alles ist wieder schick.
Daher würde ich mir hier nicht so große Sorgen machen, Hardware bekommen fast nur Techniker kaputt, die das "lebend" Objekt, die Leiterplatte, ohne Schutzmaßnahmen anfassen und auch da hat man so oft Glück, dass auch hier die vorgeschriebenen Maßnahmen trotz Warnaufklebern gerne vernachlässigt werden.


Ciao
Niels

CaptainDXB
13.02.2005, 15:50:44
Hallo,

mag sein das es in diesem Fall wirklich statik war - aber ich habe auch schon Prima einen gewischt bekommen als ich mich auf das Metallgehäuse von meiner Maxtor Platte gelenht habe die am M740 angeschlossen war um an einem anderen geerdeten Gerät was dahinter Stand etwas zu verändern.

Fakt ist, wie auch schon jemand vorher schrieb - das immer dann wenn irgendwo eine Hausantenne im Spiel ist sie Sache heikel wird. Dazu muss diese nicht einmal am M740 dran hängen. In meinem Fall hatte es gereicht, das der Reciver am Kabelanschluss hing. Das Nullpotential (GND) der Antenne ist nämlich für gewöhnlich bei allen Geräten auch auf dem Null Potential der Elektronik. Über den Schirm von AV oder USB u.a. Kabeln die mit anderen anderen Geräten verbunden sind wird dieses für alle angeschlossenen Geräte gleich (Vorausgesetzt keines der Geräte ist geerdet).

Schlecht ist es nun, wenn dieses Null Potential der Antenne von dem des Erdleiter in der Steckdose abweicht - und das ist eigendlich fast immer der Fall. Das bedeutet, wenn ich mit meinem Scart Kabel, dem S-Video Anschlus oder dem Audio Kabel irgdenwo kontakt zum Null Potential des Kabelanschluss oder der Dachantenne bekomme, und den Schirm der Kabel-Antennen Leitung gegen das Erdpotential meiner Steckdose messe liegen freundliche 220V an. Es fließen zwar nur ein paar Miliampere - aber zum erschrekten Zucken reicht's alle mal.

Das ist allerdings ein allgemeins Problem und hat ersteinmal nichts mit dem M740 zu tun. Allerdings ist dies der Grund warum Siemens davon abrät das M740 zu Erden (respektive die HD). In diesem Fall können nämlich unter sehr ungüstigen Umständen erhebliche Ströme über die Schirme der AV und USB Leitungen fließen - die im schlechtesten Fall eine Zerstörung von Bauteilen zur folge haben können.

In meinem Fall hat ein Groundbreaker zwischen dem Hauskabelanschluss und dem Reciver geholfen (kann man im Fachhandel für ein paar Euro kaufen).

Ob der Eternet Anschluss auch betroffen ist habe ich noch nicht ausprobiert. Normaler weise sollte hier alleine durch den Stecker eine Isolation des Schirmes stattfinden. Ich habe aber auch schon Verkablungen erlebt wo das nicht der Fall war (Wir haben mal in einem Strang einer Hausverkablung Ströme von 2,5 Amper gemessen...). Aber wer Spass dran hat kann es ja mal messen. Wenn Sie doch zusammen liegen hat man hier warscheinlich noch ein potentielles Problem wenigesten für Brummschleifen - denn Computer sind meistens geerdet.

cu

niels
13.02.2005, 19:50:22
Na ja, gefühlt und gemessen sind ja auch noch Unterschiede. Zudem: wer viel misst, misst viel Mist. Will sagen, mit einem extrem hochohmigen Gerät gemessen, kommen teilweise schon fantastische Spannungen zusammen, die aber ähnlich statischen Ladungen bei Ableitung (und sei es über den ja auch noch recht hohen Körperwiederstand) sofort zusammenbrechen.

Das ist schlechterdings unmöglich, wenn die Antennenanlage den Vorschriften gemäß installiert wurde. Eine gemessene Spannung in Höhe der Netzspannung (die bei uns übrigens seit endlosen Jahren 230V beträgt) deutet darauf hin, dass die Antennenanlage ÜBERHAUPT NICHT geerdet ist.
Zum Thema Erdung der Antennenanlage kann ich nur sagen: Klar ist das Pflicht, jedoch sieht die Praxis anders aus, wobei noch die meisten Antennenmasten geerdet sind, aber die Hausübergabepunkte des Kabelfernsehens bzw. deren Ableitungen nahezu nie geerdet sind. Und auch hier bauen sich über Erdkabelstrecken enorme Potentialunterschiede zum lokalen Erdpotential auf. Das habe ich selber bei mir gemerkt. Einmal mit dem Schuko gegen den Schirm des Antennenkabels und der FI-Schutzschalter hat ausgelöst. Ein Anfassen des Antennenkabels ergab ein nicht mehr ganz so wohliges Kribbeln unter der Haut. Also, den Schirm des Antennenkabels vom HÜP zum Hausanschlussverstärker einmal über die Potentialausgleichsschiene geführt und Ruhe war. Dabei habe ich auch gleich bemerkt, dass selbst die Heizung und das Wasser nicht geerdet waren. Eigentlich schon, doch leider an stillgelegten Rohren, die ohne Verbindung in der Luft hingen. Ist schon traurig, dass der Installateur da nichts zu meiner Vermieterin gesagt hat. Es hätte ja gereicht, zu sagen: "Da muss noch mal ein Elektriker ran.". Aber was hätte das gebracht, der hat das mit dem Antennenkabel auch nicht geschaft.
Daher halte ich auch die hier erwähnten Spannungsblocker für den Ansatz am falschen Ende. Aber klar, im Mehrfamilien-Mietshaus muss so etwas auch erst einmal der Vermieter einsehen (einladen und Antennenkabel festhalten lassen :D )

Ciao
Niels