EPG Auslagerung
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Einleitung
Bis zur Beta 2.2.24 lagen die EPG-Daten bei der Orignalsoftware im Flash-ROM und sind da auch aktualisiert worden, was natürlich nicht sooo optimal ist. Das hat Siemens durch ein RAM-Disk-EPG versucht zu ändern, leider nicht so erfolgreich, in der Implementierung ist ein kleinerer Bug, der die EPG-Daten veralten lässt.
Auslagerung durch Lemmi
Lemmi bietet mit seiner Firmware drei Varianten zur Auslagerung des EPGs an:
Methode RAM-DISK
Beim Modus RAM-Disk werden die EPG-Daten beim Start der Box vom Flash-ROM in den Hauptspeicher ausgelagert, da dann im laufenden Betrieb weiterbearbeitet bzw. aktualisert und genutzt, und beim Runterfahren wieder in ins Flash zurückgeschrieben. Das Ganze macht die Box flotter, weil das Flash im laufenden Betrieb nicht genutzt wird, geht aber auf Kosten der Hoch- und Runterfahr-Zeiten, da beim Boot die Daten vom Flash in den Hauptspeicher und beim Shutdown vom Hauptspeicher in den Flash geschrieben werden müssen.
Methode EXTERN
- Bei der externen Auslagerung liegen die EPG-Daten dauerhaft auf einem Netzlaufwerk bzw. einem angeschlossenen USB-Medium und werden auch im laufenden Betrieb von dort gelesen bzw. dahin aktualisiert, hier wird also für das EPG gar nicht das Flash-ROM genutzt, es entstehen auch keine Verzögerungen beim Hoch- und Runterfahren. Der Extern-Modus funktioniert bei ext2/ext3-formatierten Festplatten und bei NFS-Netzlaufwerken.
Methode E2IMAGE
e2image ist fast dasselbe wie extern, hier wird eine Datei auf einem Netzlaufwerk oder einem USB-Medium angelegt, in der wiederum ein ext2-Filesystem angelegt wird, wo dann die EPG-Dateien wie beim extern-Modus verwaltet werden. Der e2image-Modus macht nur dann Sinn, wenn man seine EPG-Daten auf einem FAT-formatierten USB-Medium oder einem SMB-Netzlaufwerk (z.B. Windows-Netzwerkfreigabe) ablegen möchte. Durch das Anlegen dieser Datei, die ein ext2-Filesystem beinhaltet, umgeht man quasi die Unzulänglichkeiten des SMB-Netzlaufwerks bzw. des FAT-Dateisystems, die sonst ein Auslagern der EPG-Daten verhindern würden. Theoretisch kann man natürlich auch e2image auf einem ext2/ext3-Filesystem nutzen, das aber wäre dann doppelt gemoppelt und macht meiner Meinung nach keinerlei Sinn.
Der e2image-Modus ist ein Kompromiß, ich würde sowieso jedem empfehlen, die Platte mit ext3 zu formatieren, dann hat man weder das Fragmentierungsproblem noch das Überprüfen der Platte beim Hochfahren. Die Formatierung und Nutzung von ext3 ist auch für Windows-User kein großes Problem, wie das geht, steht im Wiki. Noch als Zusatz-Info: ext3 ist ein ext2-Filesystem mit einer Journaling-Funktion (Journaling macht in den meisten Fällen das Überprüfen der Platte beim Hochfahren nach einem Absturz überflüssig). Wenn ich ext3 als solches anspreche - wie die Box - wird Journaling benutzt, ich kann eine so formatierte Platte aber auch ohne weiteres als ext2 ansprechen, dann wird das Journaling halt nicht genutzt - wenn man z.B. die ext3-formatierte Platte an einen Windows-Rechner anschließt. Soweit ich weiß gibt es nur einen ext2-Treiber für Windows, noch keinen ext3. Also geht das beispielsweise folgendermaßen: ext3-formatierte Platte an der Box -> ext3 wird benutzt, dann die ext3-Platte am Windows-Rechner -> ext2 wird benutzt, wieder die ext3-Platte an die Box angeschlossen -> ext3 wird benutzt.

