Firmware 1.49.5.lemmi

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Lemmi hat die Original Firmware 1.49.5 von Siemens für das Gerät Gigaset M740 AV und mit ein paar Erweiterungen versehen. Diese Erweiterungen sind u.a. ein Telnet-Zugang, ein FTP-Server und einige Hooks, die Programmierer für eigene Erweiterungen nutzen können.

Updates

Diese neue Firmware läßt sich von Firmware 1.12.1, Firmware 1.18, von den Lemmi-Versionen und von sich selbst einspielen. Wer bereits die Firmware 1.49.5 oder eine anderes Original ab Version 1.29.5 installiert hat, der muß einen Reset durchführen und hat dann die Wahl der neuen Firmware.

Aus dieser Firmware Version heraus lassen sich alle bekannten Versionen bis einschließlich Firmware 1.44.4 cf einspielen.

Der Artikel »Firmware Update« beschäftigt sich noch detailierter mit diesem Thema.

Warnung

Die Verwendung dieser Firmware geschieht auf eigene Gefahr!!

Besondere Eigenschaften

Telnet Zugang

In der Firmware ist Telnet mit den folgenden Zugängen freigeschaltet.

Benutzer Kennwort uid gid Kurzinfo
root l1nux 0 0 Kennwort aus Firmware 1.12.1 übernommen
r r 0 0 Neuer Benutzer, Alternative für 'root'
r1 r1 1 1 Neuer Benutzer, auch in Gruppe 0=root
ftp ftp 500 500 Wiederbelebter Benutzer
test test 502 502 Wiederbelebter Benutzer

FTP Server

In der Firmware ist ein FTP-Server integriert, der die folgenden realen und virtuellen Benutzer unterstützt:

Benutzer Kennwort Basis-Verzeichnis
ftp /
root root /
media media /var/media
usb usb /var/media/USB-HDD
epg epg /data/SI
timer timer /data/.timer

Der Benutzer 'ftp' ist ohne Kennwort und hat nur eingeschränkte Rechte. Er sollte daher ausschließlich zum Lesen von Daten verwendet werden.

Zusätzliches Logging

Um zusätzliche Logging-Möglichkeiten zu bieten habe ich das Programm stdin2tcp geschrieben. Damit ist es möglich, Log-Streams der M740 im Netzwerk via TCP abzufragen.

Die Aktivierung der Log-Streams wird über Einstellungen der Datei //var/etc/lemmi-settings.txt vorgenommen, in der die passenden Variablen aus 'yes' gesetzt werden müssen.

Ab 1.49.5.lemmi-03 werden vier Streams unterstützt:

Variable TCP Port Beschreibung
LEMMI_LOG_WAVEBOX 10001 Die Ausgabe (stdout und stderr) des Programmes wavebox.
LEMMI_LOG_KMSG 10002 Die Kernel-Meldungen aus der Datei //proc/kmsg
LEMMI_LOG_RECLOG 10003 Die Ausgabe auf die Datei //data/RECORDER_LOG
LEMMI_LOG_TIMER 10004 Die Ausgabe von 'watchdir -m //data/.timer'

Weitere Features

Weitere Features und Details sind in der zum Paket gehörenden Datei 'info.txt' beschrieben.

Geschichte

1.49.5.lemmi-01 (2005-07-01 19:31

  • Die Firmware basiert auf dem Original 1.49.5 von Siemens. Erweiterungen sind: TELNET, FTP-Server und 4 Hooks.
  • Das Update-Verhalten von Firmware 1.18 wurde übernommen.
  • Der Siemens-FTP Server wurde entfernt und stattdessen der alt bewährte pure-ftpd eingebaut. Der FTP-Server unterstützt auch Dateien >2GB. Der FTP-Server wird jetzt unabhängig von inetd als daemon gestartet.
  • In diesem Update ist ein modifizierter lircd daemon enthalten, mit dem Fernbedienungsbefehle über das Netzwerk simuliert werden können.
  • Beim Boot-Vorgang wird die Datei //data/RECORDER_LOG auf 1000 Zeilen gekürzt. Beim Shutdown wird in die Datei /data/RECORDER_LOG eine Shutdown-Meldung geschrieben, die auch den Zeitpunkt des nächsten Weckens enthält. Damit wird Boot und Shutdown lückenlos dokumentiert.
  • Existiert beim Boot die Datei /var/etc/clear-epg.flag, dann werden diese Datei und alle Dateien im EPG-Verzeichnis //data/SI gelöscht.
  • Existiert beim Boot die Datei /var/etc/clear-timer.flag, dann werden diese Datei und alle Dateien im Timer-Verzeichnis //data/.timer sowie die beiden Dateien //data/SM_FILE und //data/RA_FILE gelöscht.
  • Existiert beim Boot die Datei /var/etc/clear-series.flag, dann werden diese Datei gelöscht und die Serienprogrammierung zurückgesetzt. Diese Eigenschaft ist experimentell.
  • Die letzten 200 Zeilen der Bash-History werden dauerhaft gespeichert.
  • Das Programm stdin2tcp wurde hinzugefügt. Es leitet die Standardeingabe an alle angemeldeten Clients weiter. Damit ist ein Kontrolle diverser Streams über das Netzwerk möglich. Als erstes ist die Ausgabe der wavebox an Port 10001 und die Ausgabe von //proc/kmsg an die Port 10002 verfügbar.
  • Die Programme e2fsck, nohup und ftp mussten aus Platzgründen weichen. Sie werden aber in der Distribution mitgeliefert. Dafür werden beim Login die Verzeichnisse /usb/bin und /pc1/bin in den Pfad (PATH) aufgenommen, sofern die existieren.
  • Auch aus Platzgründen wurde die Modifikation der Sprachdateien wieder entfernt. In den alten Versionen hatte sich die Lemmi-FW als solche im OSD-Menü identifiziert.

1.49.5.lemmi-02 (2005-07-03 21:04)

  • Die Programme und Bibliotheken aus /bin, /usr/bin und /usr/lib wurden durch den strip-Befehl verkleinert. Hierdurch existiert wieder mehr Platz. So haben top und nohup wieder den Weg in die Firmware gefunden.
  • Das OSD-Menü zeigt nun auch wieder unter 'Menü|Einstellungen|Status' die Lemmi-FW-Version an.
  • power-off ist jetzt als Alias-Kommando definiert.
  • Durch die selbsterklärende Datei //var/etc/lemmi-settings.txt können jetzt die Boot-Aktionen eingestellt werden. Die Datei darf auch im DOS/Windows-Format (CR LF) vorliegen. Hierdurch ist die Steuerung mittels der Dateien /var/etc/clear-*.flag nicht mehr nötig. Diese Dateien werden daher auch ab sofort ignoriert. Die aktuellen Einstellungen können durch das Script view-lemmi-settings ausgegeben werden.
  • Beim ersten Boot-Vorgang nach einem Update wird das System mit den Standard-Einstellungen gestartet und //var/etc/alternate-rc sowie //var/etc/local.rc werden ignoriert. Damit bootet das System mindestens einmal sauber, falls //var/etc/lemmi-settings.txt defekt ist.

1.49.5.lemmi-03 (2005-07-07 20:41)

  • Durch einen Fehler wurde die Datei //var/etc/rc.local nicht in allen Konfigurationen ausgeführt.
  • Das Programm watchdir (Autor: Andreas Koch) wurde hinzugefügt. Es überwacht ein Verzeichnis auf Veränderungen der enthaltenen Dateien (create, remove, rename, modify).
  • Das System um //var/etc/lemmi-settings.txt wurde weiter ausgebaut. Zum einem wird es nun mit einem speziellen Programm ausgewertet, so dass ungültige Zeilen und Werte vollkommen ignoriert werden und daher keinen Schaden einrichten können. Zum anderen sind neue Einstellungen hinzugekommen. So kann z.B. der FTP-Server komplett deaktiviert werden.

1.49.5.lemmi-04 (2005-07-14 18:05)

  • Via TCP-Port 10000 können Informationen zur Firmware-Version und über die Boot-Optionen abgefragt werden. Genaugenommen wird der Inhalt der Datei //var/log/lemmi-setup.log angezeigt, der eine Liste aller LEMMI_* Variablen enthält. Diese Funktion ist über inetd realisiert.
  • Die Kommandos 'halt' und 'reboot' wurden implementiert (experimentell).
  • Es gibt einen neuen Hook: //var/etc/rc.pre-wavebox. Existiert dieses Script, so wird es vor dem Start der wavebox aufgerufen.


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