TV-Videoformat / Scartanschluss
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Mögliche TV-Videoformate
FBAS Composite:
Das Bild der M740 ist in der Standard-Einstellung auf jedem TV Gerät zu sehen, weil es als FBAS Composite (Farbe Bild Austast Synchron) Bildsignal über eine der SCART Buchsen ausgeben wird. Dieser Bildsignal-Standard wird auch von Videorekordern (VHS) oder allen anderen Geräten verwendet. Es ist die einfachste, aber leider auch die schlechteste Art der Übermittlung eines Bildsignales, weil für Helligkeit, Farbe und Synchronsignale nur eine Leitung verwendet wird. Die Signale werden in der M740 zusammengemischt und müssen im TV Gerät mittles aufwendiger Kammfilter aus dem Signalgemisch wieder extrahiert werden. Leider gelingt der Prozess nicht vollständig, so dass man gerade bei kritischen Bildelementen, wie feine Karaomuster in Kleidungsstücken, ein Flimmern bemerkt. Diesen Effekt nennt mach auch Cross-Color oder Cross Luminance.
S-Video (auch Y/C genannt):
Eine große Steigerung der Bildqualität gegenüber FBAS wird bereits bei Verwendung des S-Video oder Y/C (Y = Helligkeit, C = Farbe) Bildsignales erreicht. Hierbei wird das Helligkeitssignal (Luminance) und das Farbsignal (Chrominance) getrennt über zwei Leitungen übertragen. Die Synchronsignale werden dabei dem Helligkeitssignal beigemischt. Der Vorteil dieser Signalform ist, das im TV Gerät nicht mittles aufwendiger Kammfiler das Farbsignal extrahiert werden muss und somit das bei FBAS Composite typische Farbflimmern nicht auftritt. Ca. 80-90 % der erreichbaren Übertragungsqualität kann S-Video übertragen. Mit sehr hochwertigen Videokabeln kann die Qualität bis fast ans Optimum gesteigert werden.
RGB (Dieses "Video-Format" wird nicht von der M740 unterstützt!):
RGB steht für Rot-Grün-Blau. Hier werden - wie der Name schon sagt - die drei Hauptfarb-Komponenten getrennt übertragen. In der Theorie der analogen Videotechnik ist RGB die Video-Übertragungsnorm, die die höchste Bildqualität liefert, d.h. die geringsten Übertragungsverluste erzeugt. Die M740 ist nicht in der Lage dieses RGB-Format auszugeben, somit stehen nur FBAS und S-Video zur Verfügung.
Aber: Der Vorteil von S-Video gegenüber RGB ist die höhere Flexibilität, vor allem im Anschluß von Videokameras und PC-Videokarten, aber auch die interne Einstellmöglichkeit der Farbsättigung im Fernsehgerät bleibt erhalten, was gegenüber RGB sogar ein besseres Bild zur Folge haben kann.
Probleme mit der M740
Scart-Kabel:
Für viel Verwirrung sorgt immer wieder eine seltsame Erscheinung, dass ein S-Video-Bildsignal nur in Schwarz/Weiss wiedergeben wird. Der Grund dafür ist relativ einfach: Das Helligkeitssignal (Luminance) wird dabei über die FBAS-Leitung des SCART-Kabels übertragen. Das Farbsignal (Chrominance) wird dabei über die Leitung des SCART Kabels übertragen, auf der sonst das RGB Rot Signal liegt. Wird nun kein vollbeschaltetes SCART-Kabel verwendet (wie z.B. die ersten Siemens-Original-M740-Scart-Kabel), kommt die Farbinformation gar nicht am TV Gerät an. Es wird somit nur das Helligkeitssignal angezeigt, welches auf der FBAS Composite Leitung anliegt, was nur ein Schwarz/Weiss Bild ergibt.
M740-Ausgang / TV-Eingang:
Ein weiterer Grund für das Schwarz/Weiss Bild könnte sein, dass die M740 nicht auf S-Video Ausgabe geschaltet wurde, dass das TV Gerät gar nicht S-Video fähig ist, der gewählte AV SCART Eingang nicht S-Video fähig ist, oder das der AV SCART-Eingang des TV Gerätes noch nicht auf das S-Video-Bildsignal umgeschaltet wurde. Dieses muss bei fast allen TV Geräten manuell durchgeführt werden, weil es keine Schaltspannung dafür gibt und das S-Video-Bildsignal nicht automatisch erkannt werden kann. Einstellungen der M740: Menü->Einstellungen->TV->Videoformat : die Belegung der SCART-Buchse von FBAS auf S-Video (3 bzw. 4. Punkt) umschalten.
TIPP:
Erhebliche Qualitätsverbesserungen im TV-Bild und den Menüs/Videotext, sind mit einem besseres Scartkabel möglich. Auf kurze Leitungen bzw. extra Abschirmung der einzelnen Adern und evtl. der Steckverbinder ist zu achten. Vergoldete Steckverbinder sind eher was für Perfektionisten.
--Macki 14:35, 15. Feb 2005 (CET)

